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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

zu verstehen, wie sie dadurch die Verherrlichung des christlichen Glaubensfördern könnte. Der spanische Hof hatte es nämlich mit Verdruß ge-sehen, daß der portugiesische König die jüdischen und mohammedanischenFlüchtlinge ausgenommen hatte. Die freundliche Behandlung derselbenvon Seiten des Königs Manoel war ihm nun gar ein Dorn im Auge.Fernando und Jsabella dachten nun durch das Eingehen auf denWunsch des portugiesischen Königs weit eher zum Ziele zu gelangen.Sie sagten ihm daher die Hand ihrer ältesten Tochter unter der Be-dingung zu, daß er sich mit Spanien gegen den König von Frankreich,Karl VII., verbinden (der damals Eroberungszüge in Italien machte),und daß Manoel die Juden aus Portugal verjagen sollte, sowohl dieeingeborenen, wie die aus Spanien eingewanderten ^). Beide Be-dingungen waren dem König Manoel sehr unangenehm. Denn mitFrankreich stand er in guten Beziehungen, und von den Juden zoger bedeutenden Nutzen durch ihr Geld, ihre Rührigkeit, ihre Gewandt-heit und ihre Kenntnisse. Er ging daher mit seinen vertrauten Grandenüber diese für den Staat wichtige Judenfrage zu Rathe. Die Meinungenwaren aber darüber getheilt. Die Einen machten geltend: es seigegen das Interesse des Landes, die Juden auszuweisen und ganzbesonders sei es gegen das königliche Wort, das er bei seiner Thron-besteigung ihnen gegeben. Dieselben judenfreundlichen Räthe führtenauch zu Gunsten derselben an, daß nicht nur italienische, deutsche undungarische Fürsten die Juden in ihren Staaten duldeten, sondern auchder Papst. Sind die Juden verderbt, so sei es nicht christlich, sieandern christlichen Staaten zuzuweisen und gewissermaßen ein UebelAndern zuzuschleudern. Es sei vorauszusehen, daß die ausgewiesenenJuden sich in mohammedanischen Ländern, in Afrika und der Türkei,ansiedeln und dorthin ihr Vermögen und ihre Kenntnisse führenwürden. Und endlich machten diese geltend, so lange sie in einemchristlichen Staate weilten, sei Hoffnung vorhanden, sie zum christlichenGlauben hinüberzuziehen. Die Judenfeinde brachten ihrerseits Gründe

') äs Goes, Olironioa des Königs Manoel I. o. 18 spricht von demWunsche, auch die einheimischen Juden zu vertreiben, Osorius dagegen nurvon den spanischen (a. a. O. p. 12 3): Lnssopit äsinäs Uininauusl rsi . . .äsllbsratiousm .... utruin jnäusi, gni tusrant a. Castellne Iis§idnsexpnlsistin UortuKulis, inorabuntur, ssssut sxpsllenäi oontinuo. OastollasUsASs Uminunuelsm per litteras aäinonodanl, ns g-snlsin seeleratain, Dsost üoininikns invissin, oousistsrs in UortuAglia, sinsret. Das Answeisungs-cdikt vom S. Dezember 1496, ausgestellt in Muga, spricht indcß von stimmt«lichcn in Portugal wohnenden Juden (mitgcthcilt von Amador ll. III. p. 614f.aus dem Archiv von Lissabon) loäos osänäsos o jnälas gus su nososi'LAuos ouver.