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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Die jüdischen Astronomen.

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gebirge der guten Hoffnung zu finden, und vielleicht auch Columbus,einen unbekannten Erdtheil zu entdecken. Wie es so oft ging:Juden haben ihren Geist angestrengt, und Christen haben denRuhm davon geerntet. Als zur selben Zeit Christoph Columbusdem König Joäo den Antrag machte, ihm Schiffe anzuvertrauen, nurin der Richtung nach Westen nach Indien zu gelangen, legte derKönig dessen Plan dem Bischof von Ceuta und seinen Leibärzten, demchristlichen Rodrigo und dem jüdischen Joseph Vecinho, zur Prüfungvor^), und diese entschieden sich einstimmig, daß Columbus' Voraus-setzung, westwärts nach Indien zu kommen, auf einer Einbildung vonder Nähe der Insel Cipango (Japan) beruhe. Sie hatten allerdings zumTheil Recht. Denn die Entdeckung eines Theils von Amerika oder West-indien durch Columbus war ein Zufall, auf welchen der Unternehmerselbst nicht gerechnet hatte, oder vielmehr, welcher ihn lange im Wahne ließ,es sei ein Theil von Ostindien. Man kann fast sagen, daß Columbusüber Amerika stolperte. Auch die Länderkunde und die Gewandtheitzweier Juden, des Rabbi Abraham deBeja und Joseph Zapa-tciro de Lamego, benutzte der König JoLo II., schickte sie nach Asien,um an seine Auskundschafter, welche nach dem fabelhaften Lande desPriesters Johann gehen sollten, Mittheilungen zu bringen und vonihnen zu empfangen 2). Einige Glieder der berühmten Familie Jbn-Jachja (Negro) verkehrten ebenfalls an dessen Hofe 2).

Obwohl also der König Joäo II. kenntnißreiche und gewandteJuden zu seinem Zwecke verwendete, hatte er doch kein Herz für denjüdischen Stamm; er war ihm vielmehr gleichgiltig oder gar wider-wärtig, sobald er ihm oder seinem bigotten Sinne im Wege war.In demselben Jahre, in den: er Joseph Zapateiro und Abraham deBeja nach Asien wegen Erkundigungen aussandte, ernannte er aufAntrag des Papstes Jnnocenz VIII. eine Jnquisitionskommission gegen

1) Harros -^sia, Oeeaäa I. 6oro III, o. 11 . . uaanäaon (LI re/ ckoäo)gas sstuviesss (Lllristovaö dolom) sorn OieZo Ortis, Ilispo äs 6epta, svom insstro RoäriAO st »rsstrs ckossps, a guem eommstia estas sousas ässosrnoZrapIria sto.

2) Harros a. a. O. I. III. 5. . . äuos ckuäsos äs Lspauda snr kuscaäs Oavilüaö (por LI rs/), a dum sdamavao liaddi H>rain, nntural äsLsja s a outr« ckossps ^apatsiro äs l.amego. Zapateiro bedeutet wohlportugiesisch wie spanisch ^axatero, Schuhmacher; aber hier ist es sicher einFamilienname, wie der Name .i-nm unter den spanischen JudenSchuhmacher"bedeutet. Die edle Familie 2 "n war nichtSchneider", eben so wenig wie dermarranische DichterLoxsro" Kleidcrtrödlcr war. Es sind lauter Familien-namen. Die Verwendung der beiden Juden von ckoäo II. geschah um 1487.

°) Gedalja Jbn-Jachja Schalschelct p. 49a, d; Carmoly Jachjidcn p. 14 ff.

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