Leiden der Verbannten.
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benahmen sich am unmenschlichsten gegen die Auswanderer, welche sichihnen anvertraut hatten. Aus Habsucht oder aus reiner Lust, sich andem Todesröcheln der Juden zu weiden, schleuderten sie manche vonihnen ins Meer. Ein Schiffscapitain wollte der schönen Tochter einesjüdischen Auswanderers, Namens Paloma (Taube), Gewalt anthun,und die Mutter warf sie, um sie der Schändung zu entziehen, sammtihren andern Töchtern und dann sich selbst in den Meeresschlund.Der unglückliche Vater verfaßte ein herzzerreißendes Trauerlied umseine untergegangenen Lieben H.
Diejenigen, welche den Hafen von Genua erreichten, hatten mitneuem Elende zu kämpfen ^). In dieser blühenden Handelsstadt bestand
*) Joseph Kohcn a. a. O. p. 84 f.
2) Der Zeitgenosse Senarcga bei Muratori 8eriptores rsrum Italiearum1. XXIV. p. 531. Vensrunt (lluäasi ex Ilispunia puls!) In urbem nostram(Osnuam) plures, äiutius Inmen non moraturi; nam ex a-ntiguis patriaeeonsustuäinibus nltra dies tres morain Invers non possunt. Oonesssumtarnen sst, nt naves, guibus velrsbantur, ropnrari posssnt, st ipsi aliguan-tulnm a tiuotuations rstiei paneorum disrum mora. Oiesrss illos larvas;erant sniin maeilsnti, pnllidi, oenlis intrinseens positis, st nisi guod vix ssmsvsbant, mortnos äiosres. Ilum navss rvlieiuntur, parantgus aä longio-rsm navigntionem neosssaria, magna pars iriernis transiit. Intersa mnltiapud molem morisbantur, guae regio juxta wäre tantnm rseipiendis ckudaeisInerat deputata. lieber die Leiden der spanischen Juden von Genua undandern Orten haben auch Nachricht erhalten Jbn-Vcrga a. a. O. Xo. 56,Joseph Kohcn a. a. O. und Elia Kapsali. Als sollte sich alles gegen die Judenverschwören, brach gerade um die Zeit der Vertreibung der Juden aus Spaniendie scheußliche Syphilis mit Heftigkeit der Verheerung aus. Die Geschichteder Mcdicin ist noch immer nicht über den Ursprung der sogenannten Franzosen-krankhcit, welche im Anfang so viel Opfer hingerafft hat, noch über Zeit ihresersten Auftretens im Klaren. Einige gelehrte Acrzte nehmen an, sic sei durchColumbus gleichzeitige Entdeckung von Amerika nach Europa cingeschleppt worden.In Afrika dagegen glaubten die Einwohner, da die aus Spanien vertriebenenJuden eine ansteckende Seuche mitbrachtcn, sie hätten mit der venerischen Krankheitdie Urbewohner angesteckt. Der zeitgenössische granadischc gelehrte Tourist, derals Christ unter dem Namen Johannes Leo Afrikanus bekannt ist, berichtetdarüber in seiner cksseriptio Xlrieae O. I. e. 30 Folgendes: Ilusus mali (yuodOallieum vulgo dieitur) us nomsn guidem ipsis Xlrieanis unke sa tsmporanolum luit; guum Ilispaniarum rsx Vsrdiuandus ckudasos omues ex Xispaniaprotiigassst, gui ubi sam in patriam rsckisssut, eospsruut missri guidam uvsoslsratissimi ^stbiopss eum iliorum mulieribus babsre eommereium, aesie tandem vslul per manus pestis base per totam ss sparsit rsgiouem, itaut vix sit lamilia, guao ab boo malo remansit libsra. Id autsm sibi vsris-sims atgus indubitats persuassrunt. ex Ilispania ad illos transmigrasss;guam ob rem st illi morbo ab Xispania malum Xispanieum (ns nomineässtituerstur) indidsrunt. Duuoti vsro, guem admodum st per totamItaliam, morbus (lallieus dieitur. Idem nomsn illi in ^.egz'pto atgus 8/ria