Vertreibung der Juden aus Navarra und Portugal.
Auswanderung nach Navarra und dann Vertreibung. Auswanderer nach Neapel;Der König Ferdinand I. von Neapel und Abrabanel. Leon Abrabanel undsein Schmerz. Die Unglückskette der spanischen Juden in der Bcrberei, inFez, Genua, Rom und den griechischen Inseln. Menschliches Benehmendes Sultans Bajasid gegen sic; Mose Kapsali's Eifer für sie. Die spani-schen Einwanderer in Portugal. Große Zahl derselben. Die jüdischenAstronomen in Portugal: Abraham Zacuto und Joss Vcsino. Die jüdischenReisenden Rabbi Abraham de Bcja und Joseph Zapetciro. Die Seuche unterden spanischen Juden in Portugal. Elend der Auswanderer aus Portugal.Juda Chajjat und seine Lcidcnsgcnossen. Härte des Königs Joäo II. gegendie Juden. Anfänglich freundliche Behandlung unter Manoel. AbrahamZacuto. Die Heirath des Königs Manoel mit der spanischen Infantin zumUnheil für die Juden. Ihr Haß gegen die Juden berückt den portugiesischenKönig. Gewaltsame Taufe der jüdischen Kinder, später der Erwachsenen.Levi b. Chabib, Isaak Caro und Abraham Zacuto. Die Gesandtschaft dergetauften Juden an Papst Alexander VI. Der Proceß des Bischofsde Aranda. Versprechen Manoel's zu Gunsten der portugiesischen Marraucn.Das Ende der frommen Dulder Simon Maimi und Abraham Saba. EdleRache der Juden.
(1492—1498.)
Glücklich für den Augenblick waren noch die nordspanischen Judenvon Catalonien und Aragonien, welche ihre Blicke und Schritte aufdas nahegelegene Navarra richteten, um dort ein Unterkommen zusuchen. Wie vermindert und verkommen auch die navarrensischenGemeinden in der letzten Zeit geworden waren, so war doch wenigstensAussicht, dort das Leben zu fristen und sich nach anderweitigenZufluchtsstätten umsehen zu können. In Navarra hatte die Inqui-sition einmüthigen Widerstand von Seiten des Herrschers und desVolkes gefunden. Als einige Marranen, welche an dem Morde desInquisitors Arbues betheiligt waren (o. S. 307), nach diesem König-reiche entflohen waren, und die blutdürstigen Ketzerrichter deren Aus-lieferung verlangt und Schergen dahin geschickt hatten, erklärte dieStadt Tudela, daß sie solche unberechtigte Angriffe auf Personen, diebei ihr Asyl gesucht, nicht dulden werde, und versperrte ihnen dieThore. Vergebens drohte der König Fernando, welcher ein Auge