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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

so war er stets von einer Leibwache (I'g.wilarss) von fünfzig Reiternund zweihundert Soldaten zu Fuß begleitet, welche ihn vor Anfällenschützen sollte*). Den Neuchristen war Torquemada selbstverständlichin der Seele verhaßt, und er fürchtete sich vor ihnen. Als er inAvila ein neues Kloster errichtet hatte, erbat er sich von Alexander VI.Schutz für dasselbe, daß kein Marrane darin als Mönch Aufnahmefinden sollte, weil solche von diesem Geschlechts aus Haß gegen ihnauf die Zerstörung desselben sinnen würden. Der Papst gewährte ihmdieses Gesuch vom 12. Nov. 1496 mit den Worten: soll ouni xsrsonatua nsopditis Ollristanis . . . plurimuin sst, sxosa, vsrisiinils biwss,ns, si korts llominss illius Asnsris in äieto monastsrio aäwittsrsntur,proosssu tsinporis . . . inquisitoris oäio in psrnioisin st ässtrnotionsinnjusäsm inolisrsntur (IZolstin XIII. Jahrg. 1887). Sein Nachfolger,der zweite Generalinquisitor D ez a, errichtete noch mehr Scheiterhaufen:aber es kam bald dahin, daß die Blutmenschen einander selbst zer-fleischten. Deza wurde vor seinem Ende als heimlicher Jude angeklagt ^).Als dann noch die Verfolgung gegen die zurückgebliebenen Mauren undMoriscos und gegen die Anhänger des deutschen KirchenreformatorsLuther hinzukamen, wurde Spanien durch die Wuth des heiligen Offi-ciums buchstäblich in eine Menschenschlachtbank verwandelt. Was be-deutet Nero's Grausamkeit dagegen? Er hat ein einziges Mal ineinem Anfall von Cäsaren-Wahnsinn einige wenige Christen, welche zurZeit in Rom waren, zur Schaulust verbrennen lassen. Die Inquisitiondagegen hat Jahr aus Jahr ein mit nüchternem Sinn und unter An-rufung des Namens Gottes Tausende dem Feuer überliefert. MitRecht tadelten fast sämmtliche europäische Fürsten und sogar das Parla-ment von Paris die Verkehrtheit Fernando's und Jsabella's bitter,eine so nützliche Volksklasse vertrieben zu haben. Der damalige SultanBajasid (Bajazet) bemerkte dazu:Ihr nennt Fernando einen klugenKönig, er, der sein Land arm gemacht und unser Land bereichert hat!" ^)

*) Llorcntc das. I. p. 285. Das. I. p. 347 . . tous Iss lladitaats

äs Loräous st plusisurs inswdres än sonssil äs Lastills ss ässlarörent eontrsOsria, st publtersnt qu'11 statt äs la raes äs blarranos.

3) Ina. Xdoad a. a. O- P- 295. Xbarea liebes äs Xi-a^oa V. 2. x. 310.I^akuents a. a. L- IX, p. 414).