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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Weib und Kind auszuwandern. Die alte Synagoge verwandelte derErzbischof Adolph in eine Kirche. Vergebens hatten sich die aus-gewiesenen Juden an den Kaiser Friedrich gewendet und diesersie dem Schutze des Grafen Ulrich von Württemberg empfohlen. Dereigensinnige Priester ließ sich keine Vorschriften gefallen. Seit dieserZeit durften sich nur vereinzelte Juden durch einen besondern Schutzund für schweres Geld in Mainz und Umgegend aufhalten H. Zurselben Zeit sind auch die Juden aus Schwaben-) vertrieben worden,die Veranlassung und die näheren Umstände sind noch nicht ermittelt.

In Folge der Ausweisungen der Juden aus verschiedenen GauenDeutschlands in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts undder höllenähnlichen Quälereien in Spanien neigte sich der Schwer-punkt der Judenheit immer inehr dem Osten zu. Polen und dieTürkei wurden Zufluchtsstätten für sie. Eine gewisse Frische desGeistes zeigte sich auch bald unter den türkischen Juden, der Sinnfür Wissen und die Theilnahme an geistigen Interessen erwachte.Es gab hier Männer, die sich auch mit anderen Zweigen außer demTalmud beschäftigten. Mardochai Ben-Eleasar Comtino(oder Comtiano, blühte um 14601490 "), aus Constantinopel nachAdrianopel übergesiedelt, war ein Kenner der Mathematik und Astro-nomie. Er verliebte sich in Jbn-Esra's Schriften, legte sie aus underläuterte den Pentateuch mit steter Rücksichtnahme auf die Karäer.Comtino beruhigte sich in seinen Forschungen nicht beim Hergebrachten,sondern suchte eigene Pfade auf und gab seine Vernunft nicht analte Autoritäten gefangen H. Rabbaniten und Karäer saßen zu seinenFüßen und lernten von ihm Weisheit und gegenseitige Duldung. Erselbst sprach mit Achtung und Anerkennung von den Karäern^).

H Schaab, diplomatische Geschichte der Juden von Mainz S. 120 fg.180 fg.

2) Folgt aus Rcuchlin's äe aeeentibus, praskatio Haäiüanuin 1, III.eni (midi) plane nnlla ckuckneoruin relieta est eonversatio. (juipps ennrknerint props toto vitae msae tempore a wen patria exaeti st extorres,.nee in nllo äueis Lusvoruin territovio daditars anäeant. Da Rcuchlin1455 geboren ist, so folgt aus diesen Worten, daß die Juden aus Schwabenum 14601470 vertrieben wurden.

°) Vergl. Note 6.

Vergl. den Passus aus Comtino's Polemik gegen Sabbatal b. Malkicl,Katalog Leyden p. 204.

°) Joseph Bagi in wip n-on (Codex in der Leydener Bibliothek,Katalog Beilage VII. p. 392); > 2 iin vin '121 .-»2 bx enn) H .im,

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