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Geschichte der Juden.
veranstalten. Die portugiesische Gesandtschaft an den Papst, bei derein Freund Abrabanel's war, überbrachte das Schreiben an den Kapi-talisten in Pisa, zugleich auch einige gelehrte Schriften von Abrabanelfür ihn, und eine treue Sclavin von seiner Frau für dessen Frauals Geschenk i).
Die Juden waren übrigens im Lande der Lombarden nicht dieeinzigen, welche Geld auf Zins ausliehen"). Aber nicht blos alsBankinhaber und Geldmänner, sondern auch als Aerzte waren Judenin Italien gesucht. Trotz der alten medizinischen Schule in Salernogab es wenig geschickte christliche Aerzte, und da selbst Kirchenfürsten— und gerade die am meisten — auf die Erhaltung des Leibes mehrgaben, als auf Läuterung der Seele, so standen den jüdischen Heil-künstlern die Häuser der Großen offen ^). Ein berühmter jüdischerArzt Guglielmo (Benjamin?) di Portaleone aus Mantua warzuerst Leibarzt des Königs Ferdinand von Neapel und wurde vonihm in den Adelstand erhoben; dann stand er im Dienste des mai-ländischen Herzogs Galeazzo Sforza, und zuletzt (1479) wurde erLeibarzt des Herzogs Ludovico Gonzaga^). Er wurde Stammvatereines edlen Hauses und geschickter Aerzte in Italien. Die in dieserZeit beginnende Schwärmerei in Italien für die Alterthümer dergriechischen und römischen Zeit, um in das enge Gehäuse der Kirche
') Bernardinus von Fcltre referirt von einem hochangesehenen Juden vonPisa: ikUvolavit stiani truie rei svsrtenäas (monti pistatis) - llucknsusLisa ans, omnium dujus Akntis losnsratorum, gui per 1'usoiam kenntäispersi, primarius kt ckireetor ae slnm äistrilmtis viAintl iniiiibusnuri Liorsnorum, eonsulss (Llorentiao) oorrupit (Xeta Sanotorum a. a. O.Xo. 216). Dieser ckuckasus Lisanus ist ohne Zweifel identisch mitJcchiel von Pisa. Vcrgl. den höchst interessanten Brief Isaak Abrabanel'san Jechiel von Pisa, ausgestellt ^äar 1472, von Carmoly mitgetheilt zuAbrabanel's Biographie, O^ar Xealimaä II. p. 65 ff. S. auch Maskir V. x. 146.
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2) Der Fanatiker Bernardinus spricht öfter von Lsdrnki st Ldriötianiusurnrii, ^.eta Lanetorum a. a. O Nr. 152 und öfter.
") Bernardinus a. a. O- Nr. 65. IVnckckinA, nnnaiss dlinoruin L. XIV.p. 132. Ooinos psuetradant kt Odristianorum eonsiliis ss inAsrubantLodins ms cl io us et Lrunsttn, Isminn sjuscksm Zentis vatsrriina,Xeta Lanetorum I. e. X«. 219: Lt üockisckum guilidst ack suas euranässinürmitates Hsdrasos Ilbsrs ackdibst msckioos; das. Xo. 823; Imxiumllsdrasum Ua^nrum toti urdi nuotoritats, xeounia st ctootrina ckowi-nantsm. ut sxxeilsrktur, etkeeit Lnvsntia (Leriinräinus).
Urkunde bei Wolf in Llaskir Jahrg. 1863 S- 66. Oarmol^, iristoirsckes inscksoins suits x. 130. Usvus ckss Ltuckss ckuivss 1'. XII. p. 114das Verzeichniß seiner Nachkommen.