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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

meister auch verdienen und setzte sich über die kanonischen, wie überdie königlichen Erlasse hinweg. Das Beispiel des Hofes wirkte aufden hohen Adel, der überhaupt, wenn sein Interesse es erforderte,sich wenig an die kirchlichen Satzungen kehrte. Selbst Geistliche undKlöster zogen jüdische Gutsverwalter vor, sei es wegen deren größererZuverlässigkeit oder Verschwiegenheitfl.

Die Arzneikunde war immer noch von Juden vertreten, und sieöffnete ihnen die Kabinette und Herzen der Könige und der Großen.Die päpstlichen Bullen hatten gut verbieten: Christen sollten sich nichtjüdischer Aerzte bedienen. Es gab keine oder nur wenige christlicheHeilkundige, und es blieb den Kranken nichts übrig als zu JudenZuflucht zu nehmen. Selbst die hohen Geistlichen kehrten sich wenigan die Bullen der Päpste Eugenius, Nikolaus und Calixtus. Auch siehatten ihren Leib zu lieb, als daß sie wegen einer kanonischen Satzungden ärztlichen Beistand eines Juden zurückweisen sollten fl. Diemeisten früheren Beschränkungen aus der Jugendzeit Juan's II. undder Regentin Catalina (o. S. 108) waren in Castilien so ziemlichvergessen fl.

fl Amador, lristoria III. x. 188 und 134, Note. In dieser Note führtAmador eine Reihe jüdischer Rentmeister mit Namen auf, welche von denHerzögen von Bcjar in den Jahren 18551462 verwendet wurden. DerHauptcinnchmer dieser Herzoge (DI Lseauäaäor priuoipal o ^Imoxarike)war Mose Zarfati, welchem sämmtlichc Stcucrpächtcr Rechnung legenmußten. Ein Rabbi Abraham und Juyaf Castellano hatten in denJahren 146062 die Güterverwaltung des Bisthums von Roa, und einDon Mose aus Briviesca die Güterpacht des Klosters San-Salvado de Ona.

fl Der Zeitgenosse Alsonso de Spina klagt darüber mit vielem Seufzen:DIurimi suim äuciasorum, viäsntss usgliASutiam Obristiauorum lnäisssuäo artsm msäisiuas, viribus ladorant super psrioia 6ieinsartis. Domini temporales, immo guoä tisnclum sst st praslatisoolssiastioi sis aälrasrsut, nt vix iuvsniatur aliguis sorum, gui nonbabsat psnss ss äiabolum ckuäasum ineäieum, et iäso in regno isto od-tinsnt privilsAia (luäasi) stiam in äomo rs^ia, st unus magnus milssvsl pluriss, gui sorum sst aävosatus st ästsnsor, guoeungue assusautssos (Dortalitium ticiei III. sruäslitas 13). In Catalonicn, wo der Juden-haß so groß war, daß sich auch der Acrmste nicht mit reichen getauften Judenverschwägern mochte (bei Amador III. 88 N. (jus no ss ba ballaäo sntoäa ei In (Oataluüa) alZuu Oatalau o Datalana gus auugus mas pobrs... ss Ira^a sujstaäo jamäs ä sasarss son persona manelraäa äs .luclios),also in Catalonicn wurden doch jüdische Mcdicincr gesucht. Die Stadt Rens inCatalonicn schloß einen Vertrag mit einem jüdischen Arzt, Ben-Jchudaaus Saragossa, daß er für einen Jahresgehalt die armen Kranken unentgeltlichbehandeln sollte. Ebenso eine andere Stadt mit einem Arzte Don Benjamin(das. 229 N.).

fl Derselbe fährt fort (das. oruäslitas 15), nachdem er die 14 Beschrän-