König Heinrich IV. von Castilien.
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Maria's (Oorona rsZia), die er dem Papste Jnnocenz VIII. gewidmethat, besser waren? Die jüdischen Wortführer scheinen auf de Heredia'suntergeschobenes Machwerk nichts entgegnet zu haben.
Bei oberflächlicher Beobachtung konnte der Schein entstehen, alssei der ehemalige Glanz der, wenn auch an Zahl und Geisteskraftheruntergekommenen Bekenner des Judenthums dieses Landes, wenn-gleich durch dunkle Wolkenschichten vielfach abgetönt, doch nicht ganzerloschen gewesen. Heißblütige Optimisten mochten aus Zeichen der Zeiteine Besserung erhoffen. Gerade unter der Regierung des castiliani-schen Königs Don Heinrich IV. (1454—74) und des aragonischenKönigs Don Juan II. (1456—1479) schien die Lage der spanischenJuden verhältnißmäßig günstiger als unter deren Vorgängern. Eswar gewissermaßen die Windstille vor dem verheerenden Sturme ein-getreten. Der im doppelten Sinne impotente castilianische König warvon einer so weichen Gemüthsart, wie es einem Herrscher nicht ge-ziemt. Seine Nachgiebigkeit grenzte oft an Feigheit, und er war nochunselbstständiger als sein Vater. Er ließ sich ebenfalls von seinenGünstlingen leiten, die ihm aber nicht so treu ergeben waren, wieAlvaro de Luna seinem Vater, sondern sie gaben ihm verkehrte Rath-schläge, wodurch seine Feinde Nutzen zogen, ließen ihn öfter imStich und gingen zu seinen Feinden über. Castilien war unter ihmdurchwühlt von Parteikämpfen; die Granden waren mächtiger als derKönig, entsetzten ihn auch einmal auf eine komödienhafte Weise seines
Thrones, um seinen ihm feindlichen Bruder darauf zu setzen. Don
Heinrich's Unglück war besonders sein vertrautester Rathgeber, DonJuan de Pacheco, der ihn mehr als einmal verrieth, und derwie sein Bruder Pedro Giron einen jüdischen Stammvater RuyCapon-Tavira hatte ^). Eben so gewissenlos gegen ihn war seinHausminister Diego Arias Davila, ebenfalls von einem getauftenJuden abstammend 2), der durch seine Habgier sich und den Königverhaßt machte. Diese Staatsmänner waren wenigstens nicht so ver-worfen, ihre Stammgenossen von ehemals noch mehr demüthigen zulassen oder ihnen die Lebenslust abzuschneiden. Sie gönnten ihnendie bescheidene Rolle, welche sie spielten. Davila ließ jüdische Rent-
*) Vergl. Amador llistoria III. x. 34. Pacheco war Begründer des
adligen Hauses de Villena und Giron der des hochadligen Hauses de laPuilonrostro.
2) Das. p. 131. Ein Satiriker dichtete auf ihn das beißende Couplet:
U, OisAv ^rias xui»,
(jus öres s laists lluäioU lisiies Aian LoLorio,
Ooi> tlAv non clispnto.
Graetz, Geschichte der Jude». VHI.
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