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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

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erschöpft und geschwächt, daß sie, die nichts schaffen konnten, sichaufs Zerstören verlegte. Im Ganzen hatte sie damals in ihrerUrheimath Spanien wenig, sehr wenig Pfleger und Anhänger^).Die Erinnerungen nennen etwa drei Namen Abraham Saba,Juda Chajat und allenfalls Joseph Sarco^). Der Letzterewar zwar Arzt und deßwegen bei der Portugiesischen Grafenfamiliede Menezes als Leibarzt beliebt, war nichtsdestoweniger der ge-dankenlosen Mystik ergeben. Diese Kabbalisten hinterließen nichtsSelbstständiges, sondern lediglich Commentarien zu älteren kabba-listischen Schriften, zu Gebeten und Sentenzen. Um aber etwas Neueszu bieten und der ziemlich verlassenen Geheimlehre neue Freunde zugewinnen, kehrte ein Lehrer der Kabbala die Spitze gegen die Pflegerdes Talmud, gegen diesen selbst und sogar gegen die Neligions-vorschriften des Judenthums.Niemand baut ein Haus, es sei denn,daß er den Plan abträgt, und wenn sich ein baufälliges Mauerwerkdarauf befindet, so muß es niedergerissen werden, um den Neubauaufführen zu können. So muß unsere Lehre zerstört und aufgelöstwerden, damit wir sie dann um so fester aufbauen können". DieseAufgabe stellte sich ein namenloser Kabbalist, der sich bald Kana,bald Elkana^) nennt und sich als Sprößling aus der misch-naitischen Familie Nechunja Ben-Hakana ausgiebt. Seine theilskühne, theils sinnverwirrende Geheimlehre legte er bald seinem greisenVater Jbn-Gedor (oder Abi-Gedor), bald seinem dreijährigenSohne Nach um, bald dem Propheten Elia und bald anderenmystischen Wesen in den Mund. Er lebte ohne Zweifel in Spanienund prophezeihte die Ankunft des Messias durch mystische Zahlen-cyclen für das Jahr 1490. Dieser namenlose Kabbalist verfaßtezwei umfangreiche Schriften (Luna und I'sliab, Wunder) und wieder-holte darin in ermüdender Breite die Alfanzereien des halbwahn-sinnigen, messianischen Schwärmers Abraham Abulafia (Vllz 208),dessen Spielereien mit Zahlen und Buchstabenversetzungen und dessenDeuteleien. Neu ist nur bei ihm die eigene Manier, die talmudischen

*) (dis. p. 80 a): ,ne> 2 nn nso .nnswov rwen i'xr> inn nro' am

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?eliall und Lava und deren Abfassungszeit vergt. Note 8.

2 ) Uebcr die beiden Ersteren vergl. die Bibliographen. Ucber JosephSarco, dessen Name geschrieben wird, vergl. Kayscrling, Gesch. d. Juden

in Portugal S. 70 fg. Gedruckt von ihm .n-n-apn und handschr. L-.-e-,und Beantwortung kabbalistischer Anfragen an den Pseudomcssias AscherLämlein. Patul. Bodl. Nenb. 1663, 34.

-) Vergl. Note 8.