Druckschrift 
8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

162

Geschichte der Juden.

Kirchenfürsten geführt hatte, in spanischer Sprache nieder i) zur Be-herzigung für seine Glaubensgenossen. Ein Jude spanischer Abkunft,Don David Naßi, der nach Kandia verschlagen und Vertrauter,Finanzmann und Lehrer des Bischofs Francisco Bentivogliogeworden war, verfaßte eine Schrift für denselben, um aus den neu-testamentlichen Bekenntnißschriften selbst die Wahrheit des Judenthumsuud die Unhaltbarkeit der christlichen Dogmen zu beweisen (1430 2);der Cardinal wurde dadurch innerlich überzeugt und verwünschte seinenStand, der ihn zwang, das Christenthum zu bekennen. Ein inSpanien geborener provenzalischer Jude, der viel mit christlichen Ge-lehrten verkehrte und oft für seine religiöse Ueberzeugung Rede stehenmußte, Isaaks Ben-Kalonymos aus einer gelehrten FamilieNathan aus der Provence, verfaßte zwei Streitschriften, die eine zurWiderlegung von Geronimo's Schmähschrift unter dem TitelZu-rechtweisung des Jrrlehrers" (Roobaobat blatöb) und eineandere unbekannter Tendenzdie Festung" genannt (Llrbrmr Isaak).

*) Zacuto in den älteren Editionen; der Passus fehlt in der neuenFilippowskischen Ausgabe: 2rm 222 22,21 1220 222 a'2,2>2 >>2 ,2>.-< .12:' '2.1

.nF;i2"-

2) Vergl. die Einl. der Schrift pi ^>2 2821,2 gedr. Franks, a. M. 1866 .

Bergt, über ihn die Bibliographen. Die Einleitung der Princcps-ausgabc der Nathan'schen Concordanz (Venedig 1523 ) gicbt, so wie manchesBibliographische vom Verfasser, so auch die Data der Abfassung genau an;läßt aber ein Datum zwcifclhast: 1-22°, .2:2? (-,12-223) -8 1.22823 2-2-82 -.20,

1,2282V 223211 -,1-2.22 2-22112 ;-,2!--22 I"22I ^(-8 ('223-123') '-3V '2 812 22"-"i- 'VL'2 k;282

2"32 ('22,!2,2'8) -I2P>8 X"' 8,2 n"2 21-v . Die Vollendung war also nach dem

hebräischen Datum 1448 , nach dem christlichen dagegen 1445 . Indessen dasjüdische Datum ist jedenfalls falsch; denn selbst wenn man bei dem christlicheneine Corruptel 2-32 statt 2-3.2 annähme, so müßte das jüdische, da die Voll-endung in Oct. fiel, er 2 lauten. Man müßte es also in 1-2 emcndiren.Die Nathan'sche Concordanz führt dreierlei Titel: 2-2222, >121 2-8, 2-2: 2-8-2.Vergl. Johannes Buxtors's Einl. zu seiner Concordanz. Daß der Vers. Isaakund nicht Mardochai hieß, wie der Name fälschlich in der ersten und denfolgenden Editionen lautet, haben bereits Andere fcstgestcllt; vergl. ReggioBriefe I. 72 . Daselbst thcilt Reggio Bruchstücke aus einem Handschrift!. Werkedes Isaak Nathan mit, unter dem Titel: 122 pv 83 . Dort nennt er sich: >222-''L2 p >223 .232V p W2 .2212' 313-112,2;2 . Sein Großvater Jehuda Nathanist also derselbe, welcher nach Codex de Rosst Nr. 623 Jbn-Wasid's mutsrla.msckiea aus dem Arabischen ins Hcbr. übertrug. Im Epilog nennt er sich(nach de Rossi's Ilcbersctzung): exo ül. gulomouis klutkun ex ckssslprosapia .... absotvr (lidi-uiv) 27 gekeimt 112 1352 . Derselbe über-setzte auch Alghazali's Nukuslck (.21112) Ooäsx cks llossi Ho. 143 , 515 , auchin andern Bibliotheken. Sein Vater war also der Philosophie, des Arabischenund der Arznei kundig. Jehuda Nathan führte auch den provcnzalischen NamenBongodas; vergl. Carmoly la. Kranes l 8 i-uälits x. 95 f.