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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

sophische Kenntnisse besaß und ebenso elegant hebräisch wie italienischzu schreiben verstand, wäre ein Künstler zu nennen, wenn es bei derDichtkunst auf Versbau und wohlklingenden Reim allein ankäme.Denn Beides ist in seinem großartig angelegten Gedichte untadelhaft.Da-Rieti wollte nämlich alle Wissenschaften, das Judenthum, dasjüdische Alterthum und alle berühmten Männer der Vorzeit durch diePoesie verherrlichen und wählte dazu künstlich gebaute Strophen, indenen je drei Verse durch Kreuzreime mit einander verbunden sind.Aber da-Rieti's Sprache ist holperig, er verfiel in allerhand Geschmack-losigkeiten, und statt poetischer Erfindung ergeht er sich in Kinde-reien. Hat er doch die Ueberschriften der ganzen Mischna mit ihrerKapiteleintheilung in Verse gebracht! Die talmudischen Legenden undMärchen hat er mit Haut und Haar wiedergegeben, ohne auch nurden poetischen Gehalt, der oft darin verborgen liegt, zu ahnen. Da-Nieti war weiter nichts als Reimschmied, und man that dem größtenitalienischen Dichter schreiendes Unrecht, wenn man Mose da-Rietiden hebräischen Dante nannte. Um das zu sein, fehlte ihm fast Allesund namentlich Gedankentiefe. Er hatte überhaupt eineu sehr be-engten Gesichtskreis. Er schloß geflissentlich aus seinem Paradiesedie jüdischen Denker Albalag, Levi Ben-Gerson, Narboni als halbeKetzer aus, auch seinen jedenfalls ihm weit überlegenen KunstgenossenImmanuel Romi,weil er von Liebe gesungen", und versagte aucheinen Sitz darin einem sonst unbekannten spanischen Schriftsteller

Must in de Herrera,weil er gegen die Kabbala geschrieben" ^).

UlbliotlwLg, III. p. 945 a). Seine Kunde der Philosophie beweisen seine initalienischer Sprache (mit hebräischen Charakteren) geschriebene Encyclopädie(Kalalog, Leyden Scaligcr 10 , 1 ), seine Scholien zu Porphyrius-AverroesIsnAogs aci Üogieam, nach Anatoli's Ucbersetzung (Codex de Rossi Nr. 1209 )und der erste Abschnitt seines 2x2 vi,2>2.

^) Ein schön geschriebener Codex der Breslauer Scminarbibliothck (ausder Saravalschen Sammlung Nr. 56 ) hat einen Zusatz zu da-Rieti's Noten,der in der Ausgabe zu p. 106 fehlt; er lautet dort zu Ende: *e>*u*ii 211 inu

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Das klebrige wie in der Edition. Die Notiz schließt mit den Worten: 1!2,. xipc: ix 2*ii-*i ;*2i" :iuii '*e*u ;,2*ia m inuii *122212* iiu 21*1 iiui i*2*»uDaraus crgiebt sich, daß er die historischen Noten gleichzeitig mit den Versengeschrieben hat, also noch nach 1430 (vcrgl. Edition x. 104 Note). Ja, dader letzte Vers 2*11:2 un unvollendet geblieben, wie alle Codices haben (auchder genannte der Seminar-Bibliothek), scheint er bis an sein Lebensende darangearbeitet zu haben. In dem genannten Seminar-Codex geht dem 2*1.22