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Geschichte der Juden.
die Angriffe auf sie hätte abwehren können. Sie trugen auch zuseinem Sturze bei. Als der König ihn feigerweise zuletzt doch fallenließ und ihn gar umbringen lassen wollte, stellte der marranischeBischof von Burgos Also n so de Cartagena sein Haus zurVerfügung für diese Mordthat. Unter den Näthen, welche der Königals Tribunal zur Entscheidung über seinen Tod zusammentreten ließ,haben die von marranischer Abkunft am heftigsten für seine Ver-urtheilung gestimmt H. Das Statut von Toledo über die Unfähigkeitder Marranen zu Aemtern war zwar nicht Gesetz geworden. KönigJuan selbst und seine Nachfolger haben ihnen trotzdem Aemter undWürden übertragen, aber die Volksstimmung war dadurch um so mehrgegen sie eingenommen und haßte sie wegen ihrer Anmaßlichkeit. InAragonien hatte dieses Statut weniger Wirkung, weil dort andere Ver-hältnisse herrschten, und die Marranen in den Fehden zwischen diesemLande und Catalonien dem König gleichen Namens wesentliche Dienstegeleistet haben. Hier spielten sie eine noch hervorragendere Rolle alsin Castilien. Eine ganze Reihe von Neuchristen hatte der Königwegen ihrer Parteinahme für ihn zu Rittern geschlagen^). Allein dieVorgänge in Toledo, ihre Rückwirkung auf die Menge, welche dieNeuchristen hier nicht weniger als in Castilien haßte, hätten einWarnungszeichen sein können, daß über kurz oder lang auch über sieein herbes Leid Hereinbrechen würde. Sie hatten ihr Geschick von
dem ihrer ehemaligen Brüder getrennt und ihnen gegenüber sich feindlichgezeigt. In kaum einem Menschenalter traf die hochmüthigen Marranenwegen ihrer zumeist heuchlerischen Gesinnung ein Strafgericht soentsetzlich, wie es in dieser Grauenhaftigkeit und Dauer kein Volk,keine Nation und keine Religionsgenossenschaft betroffen hat, vielentsetzlicher als ihre treugebliebenen Brüder, an die sie sich in ihremtiefen Leid angeklammert und welche sie dadurch in ihr Mißgeschickhineingezogen haben.
i) Amador das. 118 fg.
-) Das. 118 fg., 50 fg.