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Geschichte der Juden.
hergenommen von der Sage, daß Mohammed von dem Tempel inJerusalem gen Himmel gefahren sei auf einem Rosse, Alborak(der Blitz), das keinem Rosse ähnlich gewesen, sondern von andernThieren, Vögeln und Wesen etwas an sich gehabt hätte. DiesemAlborak glichen die Neuchristen, sie seien weder Juden, noch Christen,noch Mohammedaner; sie seien von Gier wie wilde Thiere besessen,spreizen sich wie die Pfauen, fröhnen dem Müßiggang wie Windhundeund haben ganz besonders die Giftigkeit der Schlange. Wegen dieserverschiedenen Eigenschaften und besonders weil sie das nicht seien, wassie vorstellen, passe die Benennung Alboraik ganz besonders auf sieH.Von dieser Benennung, mit welcher die Altchristen ihren Abscheu undihren Ingrimm gegen die Eindringlinge ausdrückten, bis zur Er-
bitterung und Verfolgung war in dem heißblütigen spanischen Südennur ein Schritt.
Diese Erbitterung machte sich zuerst in Toledo Luft. Mit der
Glocke der Kathedrale wurde die Menge von den Feinden der
i) Mr. Isidor Loeb hat in der Pariser Nationalbibliothck ein hoch-
interessantes Manuskript für die jüdisch-spanische Geschichte entdeckt (Xo. 356touäs sspaguol) und davon Mitthcilungen und Auszüge gegeben (Rsvus ässötuäss j. 1. XVIII. Xo. 36 p. 231). Ein Thcil dieses Ms. enthält einspanisches Werk, welches den Titel L-ldora/eo führt (das. p. 238 f.). Deranonyme Vers, gicbt selbst die Veranlassung zu diesem Titel in der Einleitungan. Ich gebe diese hier auszüglich. Lu 1a. villa äs Lrsua (llllsrsua) . . Inspussto uoubrs ä los usotitos juäaisautss, souvisus ä sadsr ä lossouusrsos gus ss toruau Lliristiauos, a^ora du ssssuta s ruas aüos,s äs la gusrra gus sstouoss ss diro su toäa Lspaüa por inuortv ässspaäa, souvisus ä sadsr ässtru^siou äs las allaiuas (aijaiuas) äs laslluäios, a los gus gusäarou vivos por la uaa^or parts los daptiLarou xorlusrya s toiuarou ellos vutrs s)- uu sobrsuoubrs auu^Iiu, gus guisrsäsrir koryaäos . . . . Auaräauäo sadaä otras ssrimouias Iuäa)-oas,rrsriauäo por libros äs ckuäios, supsvo porgus sllos tisusu la sirsuusisiousoiuino Noros, s sl sadaä eouuuo lluäios, s sl solo uoiudrs äs Odristiauos,s uiu ssau Noros, ulu ckuäios, uiu Ollristiauos, auugus por la vwluu-laä äuäios, psro uou Auaräau sl il'aliuuä ulu las ssriiuollias toäasäs äuäios, uiu uaeuos la Is/ slrristiaua. L por esto los lud pussto estosobreuoulirs por rua/or vitupsrio, souvisus ä saber aldora/so.Dann wird die Benennung auf Mohammeds Pferd zurückgesührt, die seltsamenKörpcrtheilc dieses Thicrcs beschrieben und in abgeschmackter Weise das Ver-halten der Neuchristcn damit verglichen. — Bei einer Vergleichung ist an-gegeben: as/ su sl 1ie)-uo äs Noleäo e äs Nursia s äs toäa sl L.uäa1u?Ia,sou toäa Lstrsiuaäura, apeuas kallarsäss äsllos alAuuos Ldristiauoskislss, logusl es uotorio su toäa Lsxaiia. Dieses zugleich interessante undalberne Buch ist verfaßt, 60 und mehr Jahre nach dem großen Judcngcmctzelvon 1391 und nach der Eroberung Constantinopcls durch die Türken, wieMr. Loeb eruirt hat, also um 1454—1460.