Juan de Espana.
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medaner" ^), in welcher die ersteren als ein verkehrtes Geschlecht, ver-fluchter Samen, heuchlerisch, falsch, pestilenzialisch gebrandmarkt werden.Ein angeblicher Rabbiner, welcher durch Vicente Ferrers Geißler-predigten zum Christenthum bekehrt worden war, Juan de Espanagenannt, verlästerte ebenfalls sein ehemaliges Bekenntniß und seineStammgenossen. In einer Denkschrift über seine Bekehrung und ineinem Commentar zum zwei und siebzigsten Psalm gab er als eineChristenpflicht an, die Juden zu zwingen, ihre Jrrthümer abzu-schwören ").
In Folge ihrer Kenntnisse, ihrer erworbenen Reichthümer, ihrergehobenen Stellung und ihrer Verbindung mit den gebietenden Kreisenerlangten die klugen Neuchristen Einfluß auf den Gang der Politikin Castilien, das durch Parteiung zerklüftet war, und in Aragonien,wo zuerst ein für Ränkeschmiede zugängliches Weib, die Regierungführte, Donna Maria, statt des zu Eroberungen ausgezogenenAlfonsoV. und später Juan II. von Aragonien, der gegen seinenSohn die Waffen führte. In beiden Reichen war solchergestalt die aller-günstigste Gelegenheit für ehrgeizige Marranen, welche ihren Ursprungvergessen machen wollten, emporzukommen, eine Rolle zu spielen undgegen ihre ehemaligen Bekenntnißgenossen zu wühleu. So manche unterden Neuchristen benahmen sich, wie es Emporkömmlingen eigen ist, mitHochmuth und Ueberhebung und erregten dadurch Mißgunst und Er-bitterung.
Frommgläubige Altchristen waren indeß voll Mißtrauen gegen dieaufrichtige Zuneigung der Neuchristen zur Kirche, wie glaubenseifrigdiese sich auch geberdeten. Sie hatten sie in Verdacht, daß sie heim-lich die jüdischen Riten beobachteten, und wenn das nicht, sowären sie gar ohne Religion, gegen das Christenthum ebenso gleich-gültig, wie gegen das Judenthum. Die mehr weltlichen Altchristensahen voll Neid auf den wachsenden Einfluß der Marranen. Aufder Stufe hoher Aemter fühlten sie sich zurückgesctzt und verletzt undverwünschten sie noch mehr. Ganz besonders waren Argwohn undUnwille gegen die Neuchristen im Süden, im Toledanischen, inAndalusien und Murcia rege, daß sie durchweg in ihrem Herzen demChristenthum abgeneigt wären und nur aus Interesse Gläubigkeitheuchelten. Hier kam ein Spott- und Schimpfname für sie auf, dersie brandmarken sollte. Alboraiks wurden die Neuchristen genannt,
2slus Ollrlsti contra llnäaeos et Laraesnos. Bergt. darüber AmadorIII. 106 Note.
2 ) ^.inaclor Ustuäios p. 430 f.