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Geschichte der Juden.
stamme i). Diejenigen, welche von Hause aus mit der heiligen Schriftbekannt waren, haschten besonders nach Kirchenämtern ^), welchezugleich einträglich und ehrenvoll waren. Diese jüdischen Kanoniker,Dekane und Bischöfe, je weniger sie im Innern durch eine ausihrem Kreise herübergenommene Zweifelsucht den Christenglaubentheilten, heuchelten desto mehr Glaubenswuth. Um ihre kirchliche Recht-gläubigkeit zu bethätigen, feindeten sie meistens das Judenthum undseine Bekenner an und verlästerten es mit unverschämter Niedertracht.Wie der ehemalige Rabbiner Salomo Pablo de Santa-Maria undseine Söhne in Castilien und wie des Meisters würdiger JüngerLorqui — Geronimo de Santa-Fs, so verunglimpften ihre Ge-sinnungsgenossen ihre ehemaligen Glaubensgenossen in Wort undSchrift. Der Täufling Micer Pedro aus der berühmten jüdischenFamilie de la Caballeria verfaßte eine von Feindseligkeit strotzendeSchrift gegen die Juden: „Eifrer Christi gegen Juden und Moham-
H Der Beisitzer und Geheimsckrctär der Inquisition Juan de Anchias,welcher mit den Proccßakten der des Judcnthums angeklagtcn Marranen undmit ihren Testamenten vertraut war, stellte 1507 eine Genealogie der getauftenJuden zusammen. Diese Zusammenstellung führte den Titel: „Das grüneBuch vonAragonien, sl lädro vsräs äs Lu-aZon". Im Eingang sagt derVerfasser: KsuealoAia valäs autlqua st liona usoplritorum autiquorumqui souvsrsi kusruut tempore öeati Viussutii Rsrrarii, soutsssoris orä.Riasäieatt. tu elvitats Lassaraugustas st extra in rsguo .4,ragouumoxtiaeta psr ms ^neläam, assessorsw Laustas luquisitiouis. Im Jahre1623 gab Philipp IV. dem Generalinquisitor Andrö Pachcco den Auftrag, seinenEifer zu verdoppeln, um dieses Buch zu vernichten. So ist nur ein einzigesExemplar aus dem 16. Jahrh. in der Bibliothek Colombina gerettet worden.Dieses Exemplar fand Amador de los Rios in einem Versteck in Sevilla, und DonRodrigo Amador de los Rios, sein Sohn, druckte es ab in Rsvista äs Rspalla1885, XVIII. Jahrgang, Roms 105 (x. 547 f.) und 106 (p. 249 ff. und 567 ff.).Der Sekretär der Inquisition Anchias stellte die Genealogie der Marranen vonAragonicn zusammen, um die altchristlichen Familien zu warnen, sich mit ihnenzu verschwägern. assi äeliderö äs baser ssts sumario para äar lux älos qus tuvisssu voluutaä äs uo wsselar su liwpiexa sou sllos, qus sspauäs qus Asueraeiouss äs suäios äesoisnäsu los siAuisutes .... Ilt quiaAsusratio eorum sst usqus st aäultsra, iutiäslis et prava, iäso sum sissavsts usAotiars, quia tilii ejus suut lrujus ssusx (?) saZatiorss, quamtilii lusis, porqus sou äs uu viäaäo qus muollo srsss earZa / quautowas lo bau oabaäo seavaäos, rexaäo xoäaäo, tauäo wäs sl truotoawarZa." Aus diesem „grünen Buche" entnahm thcilwcise der Verfasser des,ll?ixou äs la Xoblsxa" (Schandfleck des Adels in Spanien, gedruckt Madrid,1849), Cardinal Mcndoza y Bobadilla, das Material für sein Mcmoriale fürden König Philipp II- von Spanien, daß der spanische Adel durch Ver-schwägerung mit jüdischen Familien sich nicht rein erhalten habe.
2) ^waäor äs los Rios III. p. 91.