Menahem von Merseburg.
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von Köln (Anschel Halevi) in Nürnberg zum „obersten Rabbi" überdie Gemeinden Deutschlands und noch darüber hinaus zu ernennen H.Es ist möglich, aber nicht gewiß, daß dieser die Würde oder dieBürde nicht angenommen hat. Talmudische Lehrhäuser gab es wenigin Deutschland. Für das Unterhalten einer Hochschule mit Jüngern,die sich für das Rabbinat vorbereiteten, mußte der Rabbiner einehohe Summe Steuer zahlen, obwohl der Unterricht unentgeltlich er-theilt wurde. Oester wurde es überhaupt versagt oder sehr beschränkt").Nächst Jakob Möllin (o. S. 134) taucht aus dieser Zeit nur noch eineinziger Name von einigem Klange auf, Menahem von Merseburg(Mell Zedek genannt um 1420—1450^). Er verfaßte ein umfang-reiches Werk über die Praxis des rabbinischen Ehe- und Civilrechtes,wozu auch die Besteuerungsverhältnisse für die Gemeindebedürfnissegehörten, welches die sächsischen Gemeinden zur Richtschnur nahmen.Wenigstens verließ er doch den unfruchtbaren Schlendrian seinerältern Zeitgenossen oder Lehrer, Jakob Möllin und Eisak Tyrnau,auf die geringfügigsten Dinge in der Liturgie Werth zu legen. All-mählich wurde Menahem von Merseburg als Autorität anerkannt,und eine von ihm ausgegangene treffliche Anordnung fand zu seinerZeit allgemeinen Beifall. Unter den Juden fanden nämlich damalswie unter den Fürsten frühreife Ehen statt; unmündige Mädchenwurden in aller Eile an den Mann gebracht. Nach talmadischem
') Bei Güdcmann a. a. O- S. 36.
2) Hcffner, Juden in Franken, S. 63, Nmncrk. Würfel a. a. O. p. 139,Beilage No. XXV.
°) Von diesem Rabbincn sind nur wenig Notizen bekannt. Jakob Weil(Uespp. Xo. 133) berichtet von ihm: 2122 'i ,212121 211 »ii 222 i»2» >ii-ni
2.12V 2-,22S1 2-2-1 >121.1 11112 b>12 2^L12 ^12^ >111 ;V2I 12-122 >111 111-1 . . . ,211211-22
iss wm 11» w'-' 12'12 2>122 i>2i . . . i>ii2 Iso 212 i2ni pipi. Dann referirt JudaMenz von ihm (liospp. Xo. 13): ;»2^ ;,2ii 1,211 n'iv ,2112112 2112 '1112
2"211 '121 k!'2i .1-1212 2P--' '11 UN.11 .... >11.1 1212. Auch Salomo Lurja Com-ment. (>12^V 2' zu llsbamat XIII. Xo. 17): ni2> 2>2iii»i 2-2-2 1212
122V» -11 ^-22 1-111-12, ,'1,2j21 12VL.12, . . . ,21- 2--2 2 122 1">12 22112, auch zuGittin XI. Xo. 5: 211211-22 2122 1112 -s ^1- 122-°, "1 1,212- 22 11,2-1. JudaMenz und S. Lurja identificircn also M. von Merseburg mit MenahemMerl Zedek. Asulai s. v. scheint sic aber zu divcrsificircn. Da nun aberJakob Weil um 1540 von Menahem Merseburg, wie von einem dem früherenGeschlecht- Angchörendcn, spricht, so muß dieser in dem ersten Viertel desXV. sase. geblüht haben. Aclter ist er wohl nicht, da Maharil ihn nicht er-wähnt. Falsch ist die Angabe seines Zeitalters bei Jbn-Jachja und Später»,als in der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts. Bei den Rospi>. des JakobWeil ist angchängt: ,2112112 2122 i"ii2 ->2,22. In Bodlciana Xo. 8191. 40bist angegeben ,211211-2 2122 '112 -,2,2-2 12-,2, nicht identisch mit den cdirten:Neubauer Katalog.