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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Die Hussitenkriege.

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müssen. Es schien auch, als wenn ihr Gebet erhört worden wäre.Denn bald darauf überfiel bei der Nachricht von Ziska's Nähe dasNeichsheer und die Söldnerschaar, welche sich bei Saaz gesammelthatten, ein so gewaltiger Schrecken, daß sie ihr Heil in der Fluchtsuchten, sich auflösten und auf verschiedenen Wegen der Heimath zu-eilten. Verhungert kamen Einzelne von denen, welche den Juden Todund Vernichtung geschworen hatten, auch an deren Thüren in Egerund bettelten um Brod, welches ihnen gerne gereicht wurde. DieFlüchtlinge waren nicht im Stande, auch nur einem jüdischen Kindeetwas zu Leide zu thun^).

Die Dominikaner, welche den Auftrag hatten, gegen die Hussitenzu predigen, hörten aber nicht auf, den Haß der katholischen Be-völkerung gegen die Juden zu nähren. Sie donnerten von denKanzeln zugleich gegen die Ketzer und Juden, warnten die Gläubigenmit ihnen zu verkehren und stachelten bewußt oder unbewußt zu An-griffen auf Personen und Eigenthum der Juden. Diese wandten sichhilfcflehend an den Papst Martin V. wahrscheinlich mit vollenHänden und erlangten abermals eine sehr günstige Bulle von ihm(23. Februar 1422 2), welche den Christen zu Gemüthe führte, daßdie christliche Religion von Juden stamme, und daß diese zur Be-stätigung des Christenthums nothwendig seien. Der Papst unter-

^) Diese ganze Relation stammt aus einem Handschrift!. Nnlraril, mitgetheiltvon Luzzato in G. Polak's Ilaliclrot Ilsäsnr (Amsterd. 1847) x. 79 ff. DasDatum ist daselbst nicht angegeben. Joseph Kohen, der aus derselben Quellegeschöpft hat, setzt es 1420 (Lmslr Ira-Laclra p. 74). Von diesem falschen Datumließ sich Zunz leiten (synagogale Poesie S. 48). Die Angabe in der Haupt-quelle von dem panischen Schrecken bei Saaz und der Flucht des Heeres, welchedoch Scpt. 1421 stattfand, hätte die Historiker belehren können. Der Passuslautet: .... ai-m biiZn amem xn-ei rmn

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nizma onim . . . L'r: m-a w-Mi impnb ir>m wm nmi

2) Bei Raynaldus, annales sccics.. an. 1422 No. 86. In der Bulleist angegeben, daß die Aufreizung gegen die Juden von den Dominikanernausging: Huascnngns per prasäicators8 contra ipsos cknckaoos, ns cnmLbristianis convsraari äebsant, vsl s contra, äicta snnt . . . nnllaürnritatw sxistcrc csrncntcs (nos) . . . prasscrtinr . . . snpsrloribnsIlraeälcatorinnr äistrictins inlrilisnrus, ns äs castsro talla vsl siiniliacontra änäasos . . . popnlis prasärcars psrmittant stc. Aus welcherQuelle Zunz die Nachricht hat, daßPapst Martin V. 14. Fcbr. 1426 eineBulle gegen Israel geschleudert" (synagogale Poesie S. 48), ist mir nicht be-kannt, und sie war auch den Kirchcnhistorikern Raynaldus und Mansi unbekannt;denn diese wissen lediglich von einer Bulle von Martin's Nachfolger, Eugenius IV.,welche wieder die feindseligen Gesetze gegen die Juden einschärfte. Diese Bulle