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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Juden scheinen eine Deputation an denselben Papst gesandt zuHabens, und zwar zwei angesehene Männer Don Samuel Abra-balla und Don Samuel Halevi. Auf die Klagen der Judenüber die Gefährdung ihres Lebens, über die Angriffe auf ihre Ueber-zeugung, über die Schändung ihrer Heiligthümer, erließ der Papsteine Bulle (vom 31. Januar 1419) mit der Eingangsformel:Dadie Juden Gottes Ebenbild tragen, ihr Ueberrest einst selig werdensoll, und sie unfern Schutz angefleht haben, so bestimmen wir nachdem Beispiel unserer Vorgänger, daß sie in ihren Synagogen nichtbelästigt, ihre Gesetze, Rechte und Gewohnheit nicht angegriffen, sienicht mit Gewalt zur Taufe gezwungen, auch nicht zur Feier derchristlichen Feste angehalten, keine neuen Abzeichen zu tragen ge-nöthigt und ihr geschäftlicher Verkehr mit Christen nicht gehindertwerden sollten" -). Was' mag den Papst Martin bewogen haben,den Juden ein so freundliches Gesicht zu zeigen? Wohl wollte erdamit dem judenfeindlichen Benedictus, der sich noch immer in einem

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1^2 ,-M. Eine Bulle des Papstes Martin zu Gunsten der Juden thcilt auchRaynaldus animlss seslss. ( snuuin 1419, Ho. 2) mit, worin deutlichangegeben ist, daß die Juden ihn um Schutz angcfleht hatten: gnia imagiuemDel lladsnt (lluäasi) st rsligulao sorum salvas üevt .... noatram-yus äskeiisiouLm et auxilium supplleitsr xostulrrnt etoliristiaims pistatis loaiisustucliusm sxpossunt, uos .... statulmus sto.Diese Bulle ist ausgestellt üluutrms 2. Ival. I'sliruN.rll xoiitiüsii uostrianuo sseunilo, d. h. 81. Januar 1419. Das Datum bei Jbn-Jachja scheintdemnach corrumpirt zu sein, da jedenfalls statt a"> gelesen werden mußMöglich, daß der Papst im Jan. und auch Fcbr. 1418 für die Juden einegünstige Bulle ausgestellt hat.

') Von einer jüdisch-spanischen Gesandtschaft bei diesem Papste berichtetauch 8oüs1>st llslluäs. dio. 41, nur muß im Eingänge cmendirt werden statt:,11-2 'X'S XI INL'LX.I in IVL'SX. Im Verlaufe

läßt die Relation den Papst sprechen: nwIni, vvx ix'In amitv nv

pm x'^Ixiax am amn a'vmn ixipI . nme>r> ov xavn

Inn a'nav aatv nmtna ainav n!rex nre'ex.n ani> nvx, n°?n. Wenn auch der

ganze Dialog daselbst den Charakter der Fiction hat, so scheint doch derHauptkcrn authentisch zu sein, namentlich die Namen der zwei jüdischenDelegirten Samuel Abraballa und Salomo Halevi. Ob der Erstereidentisch mit dem reichen S. Abrav alla ist, der sich bei dem Gemetzelin Valencia getauft (o. S. 60) und den Namen Villanova angenommenhat? Es heißt von ihm in dem Dokument bei Amador II. x. 603: 11 IrirIo Zr na <1on 8amus1 ^.bruvalla, ss Imtsjs. ... e Im uom ^.ItoneoI'srns.näss äs Vlllavova. Dann müßte er aus dem Christenthum aus-getreten, nach Rom entkommen sein, dort über seine und seiner RcligionsgenosscnGcwalttaufcn geklagt und vermöge seiner Rcichthümcr beim Papste Gehör ge-funden haben.

2) Raynaldus, anualsa seslss. a. a. O.