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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Papst Martin V. und die Juden.

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gut gegolten, nachher aber sich als sehr klug und wenig gütig gezeigt, Martin fuhr zwar die Juden barsch an'), als sie ihm bei seinemUmzuge in Costnitz in feierlicher Procession mit brennenden Kerzendie Thora-Nolle entgegen reichten und ihn um Bestätigung der Duldungbaten, und entgegnete ihnen von seinem weißen Zelter mit seidenenund goldenen Verzierungen herab:Ihr habt das Gesetz, versteht esaber nicht; das Alte ist entschwunden, und das Neue ist gefunden"(der Blinde tadelte die Sehenden). Indessen erwies er ihnen docheinigermaßen Milde. Auf Antrag des Kaisers Sigismund bestätigteder Papst den Juden Deutschlands und Savoyens sämmtliche Privi-legien, welche seine Vorgänger ihnen bewilligt hatten (12. Febr. 1418-)d. h. so viel: er rügte die gewaltsamen Angriffe auf das Leben undVermögen der Juden und ihre Zwangsbekehrungen. Darauf erließder Kaiser Sigismund welcher zwar leichtsinnig und geldgierig war,die Kosten, welche die Kirchenversammlung zu Costnitz erforderte,meistens den jüdischen Gemeinden aufbürdete ch und sie überhauptschiadete, wo und wie er nur konnte, aber nicht verfolgungssüchtigwar einen Befehl an alle deutschen Fürsten, Beamte, Städte undUnterthanen, seinen Kammerknechten die Gnaden und Freiheiten zulassen, welche der Papst ihnen bestätigt hat (26. Febr. 1418'). Alsdie von der italienischen Synode abgeordneten jüdischen Deputatenden nach so langer Spaltung allgemein anerkannten Papst um Schutzbaten, gewährte er ihnen um wer weiß welchen hohen Entgelteine päpstliche Bulle (Jan. oder Febr. 1419 2). Selbst die spanischen

') Aschbach: Kaiser Sigismund II. S- 304 und Note 28.

") Lang, lisZssta Holen XII. p. 276. datum 12. I?sdr. Llartiun-i papaad su^plisatiousm rsgi» llomauorum (LiZismuudi) piivilvAia omuia apraodsesssorlbus aui» dudasis ln XUsmaunia st dsrmuuia as dusatu8abaudias st Olreeias (?) oommorautlbus oousossa soulirmat.

°) Stobbe a. a. O. S. 36 fg.

') Lang a. a. O. S. 278.Sigmund, römischer König, befiehlt allenFürsten, Rathen, Knechten, Vögten, Amtslcuten, Bürgermeistern und Rcichs-unterthancn die Jüdischheit, welche in seine Kammer gehören, bei den Gnadenund Freiheiten, die ihr Papst Martin V. bestätigt hat, bleiben zulassen."

5) Aus der Urkunde von der Synode in Forli (o. S. 126) crgiebt sich,daß die Nachrichten, welche Gedalja Jbn-Jachja (in Ledalsebelot) mitthcilt,nicht so wegwerfend zu behandeln, daß sie vielmehr, wenn auch manchmalentstellt, doch immer authentisch sind. So namentlich seine Nachricht von denitalienischen Synoden, von einer Deputation an den Papst und einer günstigenBulle von demselben (x. 94a): n'-'.-i-.i in- i">'p 'n

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