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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

vember 1407) an sämmtliche Juden des Reiches:keinen anderen alsHochmeister oder Rabbinen anzuerkennen denn Israel" und bedrohtedie Widerspenstigen mit schwerer Geldstrafe von zwanzig MarkGoldes i). Indessen konnte er seiner Drohung keinen Nachdruck geben.Denn gerade in demselben Jahre traten Fürsten und Städte demgegen in gestifteten Bunde bei, die Hände wurden ihm von allenSeiten gebunden, und er war in den letzten drei Jahren seinerRegierung (14071410) so recht ein Schattenkaiser. Wie gesunkenmuß das deutsche Kaiserthum gewesen sein, daß Juden, die doch einfallendes Blatt erschreckte, die Drohungen des Kaisers Ruprecht nicht.fürchteten! Das deutsche Oberrabbinat starb gleich nach seiner Geburt,und sein Träger wurde von den Zeitgenossen durch hartnäckiges Still-schweigen über ihn und seine Wahl gerichtet ^).

H Mone, Zeitschrift für die Geschichte des Oberrhcins IX. S. 280 fg.

ch Stobbe a. a. O. S. 259 (Note 139) theilt aus einer Schrift Hansscl-mann's (Nürnberg 1757) mit, daß dieser Israel noch 1415 gelebt und daß ihmder Kaiser Sigismund in diesem Jahre die Function übertragen hat, bei derEintreibung der Judenstcuern zu helfen. Er wurde dem Erbkämmerer Conradv. Wcinsbcrg darin untergeordnet, und dieser erhielt die Befugniß, fallsIsrael krank werden oder sterben sollte, zwei oder drei Judcnmeister einzu-setzcn, mit der Vollmacht, renitente Juden in den Bann zu thun.