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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

lange, so war der Rabbiner geweihter katholischer Priester. Dannbegab er sich an den päpstlichen Hof zu Avignon, wo der hochmüthige,starrsinnige, bekehrungssüchtige Cardinal Pedro de Luna als Gegen-papst Benedictus XIII. gewählt war (seit 28. Sept. 1394). Hier gabes während des Kirchenstreits und des Schisma der Gegenpäpste dieallergünstigste Gelegenheit für Jntriguen und Beförderungen. Paulusgefiel dem Papste wegen seiner Klugheit, seines Eifers und seinerBeredtsamkeit, er schien ihm ein brauchbares Werkzeug. So wurdeer zum Archidiaconus von Trevino und zum Canonicus von Sevilla er-nannt. Das waren die ersten Sprossen auf der Leiter der katholischenHierarchie, die er erstieg. Er wiegte sich aber in hochfliegende Träume,er gedachte Bischof, Cardinal zu werden, und warum nicht noch mehr?Die Zeit war dazu günstig. Paulus gab zu verstehen, daß er vondem ältesten jüdischen Adel seine Abkunft herleite, vom Stamme Levi,demselben Stamme, dem auch die Gottes-Mutter Maria entsprossensei: deßwegen nannte er sich de Santa-Maria. Er war also nichtein einfacher Priester aus dem Volke, sondern hatte Ahnen, diein der Kirche Anerkennung und Auszeichnung finden müßten. AufEmpfehlung des Papstes überhäufte ihn später der König von Castilien,Don Heinrich III. mit vielen Gunstbezeugungen und Ehrenstellen. SeinEhrgeiz wurde befriedigt.

Der Uebertritt des Salomo Pablo, eines ehemaligen geachtetenRabbiners, zur Kirche erregte nicht blos das höchste Erstaunen imjüdischen Kreise, sondern erfüllte die Gemüther mit Angst. Wird dasBeispiel in der Zeit so vieler Anfechtungen und Prüfungen ohne

Nachahmung bleiben? Wird es nicht vielmehr die Schwachen zumAbfall ermuthigen oder mindestens die Scheinchristen in dem einmalgethanen Schritte beharren lassen? Zudem betrachtete es Paulusnach seiner Bekehrung als seine Aufgabe, seine ehemaligen Glaubens-genossen zu bekehren. Er ließ kein Mittel dazu unversucht. Mit

Wort und Schrift bekämpfte er das Judenthum, und die jüdischeLiteratur lieferte ihm Waffen dazu. Nicht lange nach seiner Bekehrungrichtete er ein Sendschreiben an seinen ehemaligen Bekannten, an denLeibarzt des Königs Karl III. von Navarra, Großrabbinen der na-varrensischen Gemeinden, Joseph (lass) OrabucnaH, legte ihm sein

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äiselonario äs Xntiguaäaävs äel rsino äs Xavnrra von Aagnas yMiranda (Pampclona 1840), Artikel änäio8 1. II. p. 116 eine Urkunde mit:bin 1401. äuris Orabasna, rnbi ma.)'or äs los änäios äel rsiiio, era.