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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

kirchlichen Stellungen gebracht hat. Er war in der That vor seinerTaufe Rabbiner, d. h. er war in Bibel, Talmud und rabbinische Literatureingeweiht, stand, wie es scheint, mit der angesehensten jüdisch-spanischenAutorität, mit Isaak Ben-Scheschet, in gelehrter Correspoudenz *) undwurde von diesem ebenbürtig behandelt. Philosophische Bildung aberbesaß Salomo von Burgos gar nicht. Dagegen war er als Jude

sehr religiös, beobachtete alle Ritualien auf's Pünktlichste und galtals eine Säule des Judenthums in seinem Kreise. Er war aberaußerordentlich klug und berechnend und wußte, wann Zeit ist zusprechen und wann zu schweigen"). Von Ehrgeiz und Eitelkeit be-sessen, wurde ihm das Lehrhaus, in dem er eine geraume Zeit lernendund lehrend zugebracht hatte, zu enge und drückend. Er sehnte sichnach einer geräuschvollen Thätigkeit, suchte an den Hof zu kommen.

Sein jüngerer Freund, Josua Lorqni, der ihn wegen seines Rcligionswcchselszu Rede stellte (wovon weiter), fragte ihn unter Anderem: m -Hx v-m.i.-i nrm

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sich also erst nach dem Gemetzel von 1391 bekehrt haben. Dasselbe geht auchaus der Vergleichung der Data hervor. Er starb nämlich nach der Angabeseiner Grabschrift im 83. Lebensjahre 1435 (bei Florcz blsxaila saAraäaD. XXVI. p. 387 und bei de Castro I. o. p. 237): Urolsetns sst all omni-potentem lleam (Vanlns äs saneta ltlaria) sensx st xlsnus äisrnm

29 Xngusti anno 1435 aetatis snas 83. Ec ist also zwischen 135152geboren. Perez de Guzmann zu Ende der Oronisa cks äuan II. p. 579 läßtihn zwar zwei Jahre älter werden: inurio . . äon I'adlo sn säaä äs 85anos . . ano äs 1435 sn ^Zosto. Daß er aber nur 83 Jahre alt wurde,folgt auch daraus, daß er sein Werk 8srntinium seriptnrarnm 1432 im81sten Lebensjahre verfaßt und 1434 veröffentlicht hat. Dieses Datum hatdie Princepsausgabc (Mantua 1474). Folglich ist er 135152 geboren. Diespätere Edition bezeichnet irrthümlich das Jahr 1434 als das 81 stc. Erselbst gab in seinem Testamente an seinen Sohn an, er habe sich in seinemvierzigsten Lebensjahre taufen lassen: anno vsro astatis guaära^ssimo, gnoäipss in testarnsnto suo tsstatur, Oliristum peräuetum, bei Sauctotis.Folglich empfing er die Taufe 1392 oder 1391, keineswegs früher. Wenn dieserSohn oder wahrscheinlich gar Paulus selbst angab, er sei 21. Juli 1390 getauftworden, so ist das ein Gcdächtnißsehlcr oder eine geflissentliche Täuschung,.^.maäor äs los llios hat sich davon täuschen lassen und angenommen, daßer aus freien Stücken sich zuin Christenthum bekehrt hatte (a. a. O. 404, 490).Es ist eben so unwahr, daß er durch die Lektüre der Schriften des Thomas vonAquino bekehrt worden sei, wie daß ihn Vicente Ferner bekehrt habe.

*) Die Respp. des Isaak b. Schcschet Xo. 188192 sind gerichtet an'n>n p »>2 pa iiaa vuwaa 'NN in ornn. Name, Zuname und Ortsnamesprechen für die Identität mit dem getauften Salomo Levi Burgensis.

") Oarida/, sompenäio äs las vbronieas I-. XV. e. 48: . . Ins (kablo)äs Aran eonssjo z, maraviloso silsrisio ^ prnäsnsia.