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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Pablo de Santa Maria.

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gewandter hebräischer Stylist richtete Astrüc-Francisco ein Send-schreiben in dieser Sprache an denselben, hob darin die Verkümmerungdes Judenthums hervor und schwärmte glaubensselig für die christ-lichen Dogmen. Seine Anwendung biblischer Verse auf die Drei-

einigkeit, die Erbsünde, die Erlösung und das Abendmahl nimmt sichim hebräischen Gewände sehr drollig aus. En-Schaltiel antwortetedarauf ausweichend und mit milden Worten. Mußten nicht die Judenauf derlei Zumuthungen die Worte auf die Goldwage legen, um dieempfindliche Kirche und ihre eifervollen Diener nicht zu verletzen?Mehr Muth zeigte der satyrische Dichter Salomo b. Rduben Bonfed;er erwiderte Aftrüc-Francisco in gelungener Wendung mit gereimterProsa und schonte ihn wenig. Er entschuldigte zuerst seine Einmischungin eine Angelegenheit unter Freunden; allein er stehe der Sache dochnicht so fremd, sie treffe auch ihn als Juden. Wie könnte er auchschweigen, da der Angreifer eine gerade Linie zur krummen und Paarezu Unpaaren mache? Salomo Bonfed geht dann in seinen Send-schreiben näher auf die Dogmen der Menschwerdung, der Erbsündeund der Hostienwandlung ein, hebt deren Unhaltbarkeit und Vernunft-widrigkeit hervor und macht die richtige Bemerkung:Ihr drehet unddeutelt die Bibelverse, um die Dreieinigkeit zu begründen. Hättet ihreine Viereinigkeit, so würdet ihr sie eben so schlagend und überzeugendaus dem Schriftworte des alten Testaments beweisen" H. Ein Um-stand jedoch, gestehe er ein, beschwere sein Gemüth, daß die Leidendes Exils für Israel sich so lange, lange hinziehen, und der erhoffteErlöser sich nicht einstelle. Er beruhige sich aber damit: Die Sünd-haftigkeit des israelitischen Volkes habe mehr denn ein Jahrtausendgedauert, und es sei nur gerecht, wenn die Büßung die doppelte Zeitandauere.

Doch keiner von den 1391 getauften Juden hat seinen Stamm-genossen so viel Leid zugefügt, wie der Rabbiner Salomo Levi ausBurgos, als Christ Paulus Burgensis oder Pablo deSantoMaria genannt (geb. um 135152, gest. 1435 -), der es zu sehr hohen

Bonfed's Sendschreiben a. a. O-: w,ninn wpios wenn

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°) Es ist bemerkenswert!), daß der Apostat Salomo Paulus de SantaMaria später vergessen machen wollte, daß er erst in Folge der Verfolgungvon 1391 zum Christenthum übcrgetrcten war. Er gab vor, daß ihn dieLectüre der Schriften des Scholastikers Thomas von Aquino bekehrt habe.Vergl. seine UioAraplliea aus Pcrcz de Guzmann und Sanctotis bei WolfUibliotüsaa s. v. und bei Rodriguez de Castro I. x. 295 ff. Es liegen aberMomente vor, welche beweisen, daß er erst 1891 das Judenthum verließ.