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Geschichte der Juden.
Die spanische Poesie hatte reichen Gewinn davon. Sie, die bisdahin ernst, steif und feierlich war wie das Hofceremoniell, das inMadrid herrschte, erhielt durch die Spottlust judenchristlicher SatyrikerBeweglichkeit, Witz und launigen Uebermuth, wie die neuhebräischePoesie in ihrer Blüthezeit. Nach und nach stimmten auch christlicheDichter in diesen Ton ein und eigneten sich Schlagwörter aus demjüdischen Kreise an, um der Satyre stechende Spitzen zu verleihen.Wie der getaufte Mönch Diego de Valencia, um die Juden zuverspotten, hebräische Wörter in sein Stachclgedicht einflocht st, sogebrauchte auch der christliche Satiriker, damals „der Dichterfürst"Also n so Alvarez de Villasandino, jüdische Bezeichnungen mitüberraschender Gewandtheit?) Ein boshafter Kritiker hätte von dieserErscheinung bemerken können: Die spanische Poesie sei im Zuge, sich zuverjüdeln. Die Juden hatten durch die Satyre zum Schaden nochden Spott dazu.
Manche Neuchristen waren von einem Bekehrungseifer ergriffen,als wären sie geborene Dominikaner, oder als fühlten sie sich in ihremneuen Glauben unter den alten Christen vereinsamt und suchten ihreehemaligen Freunde zur Gesellschaft. Ein neugetaufter Arzt AstrücRaimuch st aus Fraga, der als Jude zu den Säulen der Necht-gläubigkeit gehört und mit den angesehensten Juden, wie B envenisteJbn-Labi von Saragossa verkehrt hatte, bemühte sich als Christ,unter dem Namen Francisco Gottfleisch (Oios-oarns), Proselytenzu machen. Er breitete seine Netze gegen seinen jungen Freund En-Schaltiel Bonafos aus, um ihn zum Uebertritt zu bewegen. Als
donsro" aufbcwahrt, jetzt edirt Madrid 1851. Satyrcn daraus sind mitgetheiltin RoäriAnsri äs Oastro, Libliotüssa. I. p. 310, 7t, äs los Klos, lilstnäiosx. 421 ff. und Kayserling, 8spllaräim, S. 69 ff.st Rodrigucz de Castro a. a. O- p. 332 f.st Das. p. 290.
st Das Sendschreiben des Astrüc Raimuch — im'i, der sich später a-vn(vios- oarns, Fleischgcwordener Gott) nannte, ist als Anhang edirt beiEfodi's satyrischer Epistel i'msxs mn bx, und auch Bonfcd's Antwort befindetsich daselbst, von Isaak Akrisch edirt. Vcrgl. darüber Note 3. Ein Commcntarzu den Psalmen befindet sich in der Bodlejana von Abraham b. Chajim- 1 »-! der zu den Notabcln bei der Disputation von Tortosa gehörte(s. Note 3) und dieser Familie angehörtc. — Raimnch's Correspondcnthieß: wsna inmbe, im Verlaufe bemerkt Raimuch, daß dessen VaterIsaak geheißen: i:p i'an mn nin ? n>n pnr- in-- Nun war pnr-
p ein Schwiegersohn des Isaak b. Scheschct, (dessen Lsspp.
dlo. 71, 138, 147). Sollte dieser auch Vater des En-Schaltiel Bonafos undalso sein Sohn der Enkel des Isaak Bcn-Schcschct gewesen sein, den Raimuchverführen wollte?