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Geschichte der Juden.
zur Ohnmacht geschwächten Juden zu fürchten; darum zeigte es sichscheinbar duldsam gegen sie.
Die Verbannten aus Frankreich, welche in duldsamern Landes-theilen, im Avignon'schen Kirchenstaat, in der Dauphins und in derengern Provence kein Asyl finden konnten, wunderten meistens nachDeutschland und Italien aus, die wenigsten nach Spanien, dem sonstgastfreundlichsten Lande für verfolgte Juden. Seit dem Gemetzel von1391 fing es an für die eingeborenen Juden eine Hölle zu werden,und die fremden mieden es, wenn sie anderweitig ein Unterkommenfinden konnten. Ganze französische Gemeinden besetzten sich imPiemontesischen, in den Städten Asti, Fossano und Moncalvo,wo sie ihren alten Synagogen-Ritus unvermischt erhalten konnten?)Der Rabbiner R. Jochanan von Paris, derselbe, welcher einige Jahrevorher um das Ober-Nabbinat von Frankreich einen Streit mitJesaia b. Abba-Mari hatte (o. S. 35), ließ sich mit seiner Gemeindein Norditalien nieder"). — Den meisten aus Frankreich Verbanntenerging es, wie in jenem schönen Gleichnis; des Propheten Amos:„Es fliehet Jemand vor einem Löwen, und es begegnet ihm einBär, er eilt ins Haus, stützt seine Hand an die Wand, und es beißtihn eine Schlange". Denn fast überall brachen Verfolgungen übersie herein, öfter von getauften Juden herbeigeführt. In Deutschlandtrat ein solcher Namens Peßach, der als Christ den NamenPeter angenommen, mit schweren Anschuldigungen gegen seineStammgenossen auf, um eine neue Verfolgung über ihre Häupterheraufzubeschwören. Zu den alten Anklagen, daß die Juden Jesusden „Gekreuzigten und Gehängten" nannten, und daß sie in einemihrer Gebete die Geistlichen verwünschten, fügte Peßach-Peter eine
1) 2ex P2I2 d. h. V 7 P 2 I 2 12.2'ciL vcrgl. Luzzato, Einleitung zum römischenFcstritus p. 7 .
2 ) Mose da Rieti in seinem 2x2 2222 p. 104 : 2.1 2^ ,'2>' «22m (22222) 22
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In der Anmerkung refcrirt der Dichter: 22'' 12'2'2I .... 122,' ,22' '2222' 222
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22 222' NX! '221! . . 2H'2M2',P2 222:. Die Identität des aus Frankreich ein-gcwanderten R'Jochanan und des Jochanan b. Matthatia aus Paris ist un-zweifelhaft. Aus dieser Familie stammt wohl der Rabbiner Benjamin vonArta und Venedig (Vers, der llospp. 2m P222 vollendet 1534 ), der so vielMißhclligkcit mit David Corfu hatte (Note 7 ). Er nennt seine Vorfahrenim Einleitungsgedicht: Matthatia seinen Vater, Jochanan seinen Großvater,Der Letztere mag ein Sohn des Joseph b. Jochanan gewesen sein.