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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Gemetzel der Juden in Spanien.

Hetzen und diesmal mit größerem Erfolge *). Kaum drei Monatenach dem ersten Gemetzel griff sie am frühen Morgen geräuschlos vonallen Seiten, wie auf Verabredung, das Judenviertel (lluäsris,) an(6. Juni 1391), legte Feuer daran und begann ihr frommes Mord-handwerk ohne die geringsten Gewissensbisse. Inmitten der Ver-wüstung, der Feuersbrunst und der Leichenhaufen stand der Priester,der angebliche Diener der Religion der Liebe, ungerührt von demJammergeschrei der Verwundeten und Sterbenden, und ermuthigtedie Menge, die Gräuelthaten fortzusetzen, bis sämmtliche Juden ver-tilgt sein würden. Von der bedeutenden, reichen Sevillaner Gemeinde,welche 60007000 Familien, also wohl an 20,00030,000 Seelen,zählte, blieb nur sehr wenig , übrig. 4000 fielen unter den gegen siegeführten Streichen, die Meisten, von Todesfurcht ergriffen, ließen sichtaufen. Frauen und Kinder verkauften die bluttriefenden Menschenan Mohammedaner als Sklaven. Von den dreiundzwanzig SynagogenSevilla's wurden die meisten zerstört oder in Kirchen verwandelt.Zu der großen Menge derer, welche in Sevilla Taufwasser gegenFeuer und Schwert gebrauchten, gehörte jener Samuel Abrabanel,

') Hauptqucllcn für diese und die folgenden Thatsachen sind die bereitsangegebenen, der Zeitgenosse Ayala a. a. O. und auch x. 390; Zuniga a. a. O.und x. 237; Chasdai Crcscas, Sendschreiben an die Gemeinden von Ara-gonien (wovon später). Ferner Salomo Alami iv'Ln nun x. 23; Lvllsdstäslmäa dlo. 27, ldio. 45, 47 und 48, die letztere eine Relation des ZeitgenossenSchem-Tob Jbn-Schem-Tob. In dieser letzten Quellenschrift muß dasfalsche Datum pp in n":p emendirt werden 5151 1891 und in blo. 45ebenso n":p statt Zacuto hat nichts Neues darüber, sondern lediglich ausden älteren Quellen geschöpft. In Betreff des Tagcsdatums für den Beginnder zweiten Metzelei in Sevilla diffcrirt Chasdai's Relation von Zuinga's.Der Letztere ganz bestimmt: Llartss 6 äs äuvio ss levantö äs uusvotal mutiv äs los OIrristianos sovtra los äuäios (su 8sviIIa). Der Erstercdagegen: nn'i> 2 v n^.ip pp 2 vnn N'NL'P 'n Pli . . . 1120 N"1 ov. Der erste

Tammus fiel in jenem Jahre auf den 4. Juni, also eine Differenz von zweiTagen. Da nun Zuinga neben dem Monatsdatum auch den WochentagDienstag fixirt und aus Sevillanischen Quellen geschöpft hat, so hat seineAngabe mehr Gewicht. Das Klagelied über diese Verfolgung aus einemFirkowitzischcn Codex (edirt in 8süs1>st äslruäa. Wiener p. 133) hatweder poetischen, noch historischen Werth. Es gicbt die Gemetzel nur sum-marisch in einigen Versen an:

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