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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

der Ahn der berühmt gewordenen Familie Abrabanel, der unter DonHeinrich II. großen Einfluß hatte und eine Zierde der Gemeinde war;er nahm den christlichen Namen Juan de Sevilla an^).

Von Sevilla aus wälzte sich das Judengemetzel wie ein ver-heerender Strom zunächst über die naheliegenden Städte, welche zumErzbisthum Sevilla gehörten, und in welchen Juden wohnten, inCarmona, Ecija und andere, in denen nicht ein einziger Judezurückgeblieben ist ?), und wie auf eine geheime Verschwörung auch übereinen großen Theil von Spanien. Die Raubgier hatte mehr Antheildaran, als der fanatische Bekehrungseifer"). Zunächst traf es dieMuttergemeinde Spaniens Cordova, von wo aus die Gehobenheitder spanischen Juden ausgegangen war. Auch hier wurden Vieleschmählich getödtet und Viele zum Christenthume gezwungen. DieSynagogen wurden dem Erdboden gleich gemacht, darunter auch eine,welche ein Prachtgebäude war und mit einer von den Chalifen er-bauten kunstvollen Moschee wetteifern konnte^). Am Fasttage zurErinnerung an den Fall Jerusalems (17. Tammus 20. Juni) er-hob sich die Bevölkerung von Toledo gegen die größte GemeindeSpaniens. Das vergossene Blut Derer, welche an der Einheit Gottesfesthielten und ihren Glauben nicht wechseln mochten, floß in denStraßen. Unter den vielen Märtyrern in Toledo fielen die Nach-kommen des Ascheri, welche mit der Standhaftigkeit der deutschenJuden dem Tode entgegengingen. Jehuda b. Ascher II., ein UrenkelAscheri's, der in Burgös lebte, aber damals gerade in Toledo an-wesend war, entleibte seine Schwiegermutter, seine Frau und dannsich selbst 2). Auch in Toledo ging eine große Zahl zum Christenthumüber. Ungefähr siebzig Gemeinden wurden von der schrecklichen Ver-folgung heimgesucht, darunter die bekannten Ecija, Huete, Logroüo,

') Lelrsru Nod in Lslrsdst llsllucka Uo. 48; cko los Uios p. 360. lieberdie Zahl der Synagogen, welche thcils zerstört und thcils in Kirchen ver-wandelt wurden: -4.. äs los Rios a. a. O. Ik. 358 Note.

2 ) Zacuto in Jochasin.

2 ) Ayala a. a. O. p. 390: . . st toäo ssto Ins sodäioia äs rodar,sstz'nnä pureeia, was gus äsvosiou.äs los Uios das.

b) Zacuto in Jochasin. Filipowski x. 225: .-wn ewn mi

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awr-n Auch das. x. 222 d wird er nicht als Ascheri's Sohn bezeichnet

(wie in der Vulgata-Edition); hiermit ist Luzzato's Bemerkung (zu ^bustzilrkarou p. 10 Note) bestätigt, die übrigens auch Asular gemacht hat. Isaakb. Scheschet corrcspondirte mit diesem Jehuda Ascheri II. (Usspp. Xo. 340,273, 285, 291). Aus Uo. 240 ergicbt sich, daß er sich mit Aviccnna's Werkenbeschäftigt hat und daß Isaak Alchadib sein Jünger war.