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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Dse Juden in Frankreich.

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geben wurden. Dafür verfolgte ihn der Haß Derer, welche dieWissenschaft zur Verdunkelung statt zur Erleuchtung des Geistes ge-brauchten. Der Prevot Aubriot hatte sich nämlich durch seine Ord-nungsliebe die Universitätslehrer und Studenten von Paris zu Feindengemacht, und diese schwärzten seine Verwendung zu Gunsten der Judenals Verbrechen an. Er wurde vor dem Bischof von Paris beschuldigt,daß er unkeusche Liebe mit jüdischen Frauen getrieben, und daß ersogar heimlich dem Judenthum anhänglich gewesen. Er wurde auch,als der Ketzerei und des Unglaubens schuldig, verurtheilt und mußteseine Menschlichkeit gegen die Juden mit dem Kerker büßenH. Nichtblos in Paris, sondern auch in anderen Städten, wo das Volk sichgegen den Steuerdruck erhob, fielen manche Juden als Schlachtopferder Aufregung ^). Vier Monate später wiederholten sich solche blutigeScenen in Paris und anderen Städten, als der Aufstand der Mail-latins (der mit Hämmern Bewaffneten) gegen die Erneuerung derVerzehrungssteuer losbrach. Juden wurden drei oder vier Tage hinter-einander abermals geplündert, gemißhandelt und erschlagen (1. März13812). Der König Karl VI. oder der Regent bemühte sich zwar,die Juden zu schützen und durch allerlei Mittel zu entschädigen. Aberdiese konnten sich nicht mehr von dem Schlage erholen. Die Söhnedes Manessier de Vesou büßten bei diesen Aufständen ihr Leben einoder verloren durch Verarmung ihr Ansehen und ihre Bedeutung ^).

Diese Veränderungen hatten im Gefolge einen heftigen Streit,welcher fast sämmtliche Gemeinden Frankreichs in Aufregung versetzte.Der Oberrabbiner Matthatia Provenci (o. S. 8) war nämlich ebenfallszu seinen Vätern eingegangen; an seiner Stelle hatten die Gemeindenseinen ältesten Sohn Jochanan zum rabbinischen Vertreter erwählt,und der König hatte ihn bestätigt. Als er bereits fünf Jahre alssolcher fungirt und auch einem Lehrhause vorgestanden hatte, traf einehemaliger Jünger seines Vaters, Namens Astrüc Jesaia Ben-Abba-us Hs raoius äs 8t. Osu^s. V:>5oursur, l'üistolrs äs Lllarlss VI. ellap.7; äuvsual äs8 Ilroiuo p. 8. 8ssousss, Einl. zum V. VI. der Oräouuaues8

p. XIX. f. Depping a. a. O- p. 184 f.

2) Folgt aus Oräouuauees VI. p. 562 . . In uotoirs st suoruas oomoslongut u'uAusrso a S8tä taiets ä l'suooutrs ä'sulx (äk8 äuilch, taut SU uotrsäiets vllls äs Varis, souauas su pluoisuro autrso lisux. Das. VII p. 469

. . pui8 uotrs eourouusmeut ils aisut sots pilSL st vols? su . . ?aris s

su aueuuso autrso lisux; auch das. p. 232.

b) Vcrgl. 8öoou88S, Einl. zu Oräouuausso V. VI. p. XXV. Note 4.

Folgt daraus, daß in den Ordonnanzen von 1387 ganz andere Namen:Vsaalr, Olrriotolls et Vivaut äs Nouträsl als proeursur8 äs ckuitd, d. h.als Vertreter, figuriren, D. VII, x. 169 f.

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