Chajim Galipapa.
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behalten. Sie riefen die königlichen Behörden zur Hilfe, ihn zumBleiben zu nöthigen und machten ihm zuvorkommende Zugeständnisse.Er aber wollte sein der Gemeinde Calatajud gegebenes Versprechennicht eher lösen, bis diese selbst ihn dessen entbände H. Später wurdeer von Valencia und Tortosa zum Rabbinen gewählt.
Gleich bei seinem Amtsantritt in Saragossa zeigte Isaak b. Scheschetsein zähes Festhalten an Allem, was dem Buchstaben gemäß, wennauch dem Geiste zuwider ist. Er fand nämlich zu seinem Leidwesenden Brauch vor, daß am Purimfeste in den Synagogen die Esther-Nolle für Frauen und andere des Hebräischen Unkundige in spanischerUebersetzung vorgelesen wurde -). Dieser Brauch war auch in anderenspanischen Gemeinden eingeführt und hatte nicht nur den gesundenMenschenverstand für sich, sondern auch die Zustimmung einiger Rab-binen, welche ihn für talmudisch unanfechtbar hielten. Nichts destoweniger erhob Ben-Scheschet ein Zetergeschrei darüber, als drohtedem Judenthum dadurch der Untergang. Er rief die Autorität seinesLehrers R. Nissim Gerundi zu Hilfe, und beide setzten dem schönenBrauche wortklaubende Klügelei entgegen und scheinen ihn verdrängtzu haben.
Noch charakteristischer für Isaak Ben-Scheschet ist seine Fehdemit einem bereits betagten Rabbinen Chajim b. Galipapa, der vonentgegengesetzter Geistesrichtung war. Dieser Mann (geb. um 1310,gest. um 13803), zuerst Rabbiner von Huesca und dann von Pam-peluna, mar eine originelle Erscheinung im jüdischen Mittelalter, dieman gar nicht recht unterbringen kann. Während sich damals, namentlichseit der Herrschaft der ascheridischen Richtung, sämmtliche Rabbinen demZuge überließen, Erschwerungen über Erschwerungen zu häufen undin zweifelhaften Fällen immer der Schale der Strenge das Ueber-gewicht zu geben, ging Galipapa von der entgegengesetzten Ansichtaus: Daß man jeden Anhaltspunkt im Talmud hervorsuchen müsse,
^) Das. Xo. 192 gegen Ende. -) Das. Xo. 388—391.
Das llsspousum Ho. 394 das. ist zwischen 1374—1391 erlassen, weilR'Nissim bereits als verstorben citirt wird, Chasda'i b. Salomo aber noch da-mals in Tudcla war (vcrgl. Note 2). Chajim b. Galipapa wird aber vonBen-Scheschet darin als Greis bezeichnet: ivm > 1,221
vo> nmv °Ev lumv. Nach dem Jahre des schwarzen Todes verfaßte er einWerk: o-noi pm- (Ns. in der Bibliothek Oxford >1o. 834, 13), worin er auch dieJudcngcmctzel in Catalonien schilderte H7I1-2 S- 361). Er verfaßte auch eineAbhandlung n-un. Vergl. Albo Jkkarim IV. 42. com 'n 2.12 p 2 ) p->
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Er ist auch Vers, eines Commentars zur Aboda, de Nossi Codex 1§o. 313,p. 171.