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Geschichte der Juden.
seine Rettung lediglich einem Ritter von seines Vaters Bekanntschaft.Kaum genesen, setzte er seine tägliche Beschäftigung, das Talmud-studium, unter seinem Lehrer Josua Jbn-Schoaib, einem kabba-listischen Prediger, fort und besuchte später das berühmte Lehrhausdes Ascheriden Juda in Toledo. Als Vierziger leitete Menahemb. Zerach selbst, von der Gemeinde Alcala (de Henares) dazu berufen,eine hohe Schule. Während des Bürgerkrieges in Castilien wurdeer von den wilden Soldaten gemißhandelt, verwundet und beraubt.Von seinem Vermögen blieb ihm nur Haus, Feld und Büchersamm-lung. Don Samuel Abrabanel nahm sich in der Noth seiner an, sodaß er sich von den harten Schlägen ein wenig erholen konnte. Durchdessen Vermittelung wurde Menahem von Alcala nach dem Rabbinats-sitze von Toledo berufen und eröffnete hier ein Lehrhaus. Als Jüngerund Nachfolger des Juda Ascheri wäre man berechtigt, von ihmetwas Bedeutendes im talmudischen Fache zu erwarten. AlleinMenahem b. Zerach ragte nicht über die Mittelmäßigkeiten der Zeithervor. Um der einreißenden Unwissenheit in religiösen Dingen zusteuern, verfaßte er ein Kompendium der theoretischen und praktischenjüdischen Lehre (2säü la-Osrsob, um 1374 H ebenso faßlich und leichtverständlich wie kurz, bestimmt für die jüdischen Großen, welche beiHofe und mit den Granden verkehrten und keine Muße hatten, ausweitschichtig angelegten Büchern Belehrung zu schöpfen. Er hat indieses Werk auch Wissenschaftliches eingestreut, medicinische, psycho-logische und religionsphilosophische Elemente. Aber es klingt Allesdarin so abgedroschen, matt und fade, lauter Gemeinplätze. Tie an-gehängten Theile passen nicht zum Ganzen und schlottern daranherum wie erborgte Gewänder eines Riesen an einer Zwerggestalt.Auch das Talmudische darin ist weder tief, noch ursprünglich. Diebescheidene Bemerkung des Verfassers: daß er den ganzen Inhaltseines Werkes ältern Autoritäten entlehnt hat, ist ganz überflüssig,weil seine Abhängigkeit ohne weiteres kenntlich ist. Das Einzige, wasan Menahem b. Zerach's Werke als verdienstlich hervorzuheben wäre,ist, daß es einen gemüthlichen, warmen Ton anschlägt und dadurchwohllhuend gegen die trockenen rabbinischen Auseinandersetzungenabsticht.
Nur zwei Männer erscheinen in dieser Zeit aus dem Flachstandeder Mittelmäßigkeit und Alltäglichkeit durch Charakter und Wissen ge-hoben: Chasdai Crescas und Isaak b. Schesch et. Sie lebten
Neben dem hcbr. Titel n-rr hat es auch einen chaldäischen nm
erste Edition Ferrara 1554.