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Geschichte der Juden.
Cardinal Don Pedro de Luna, der später als Papst Benedict XIII.so viel Verwirrung in die Kirche und so viel Unheil über die Judengebracht hat, war von Bekehrungseifer und von einer unwiderstehlichenDisputirsucht über Glauöensdinge besessen. In Pampeluna forderteer Schem-Tob Schaprut auf, mit ihm über Erbsünde und Erlösungzu disputiren, und dieser mußte sich dazu in Gegenwart von Bischöfenund gelehrten Geistlichen anschicken *). Die Kriegsgräuel") zwischenCastilianern und Engländern, deren Schauplatz Navarra war, zwangenSchem-Tob Schaprut wie viele andere Juden das Land zu verlassen(1378); er lieh sich in dem nahegelegenen Taragona nieder (inAragonien). Als er hier gewahrte, daß übergetretene Juden von demSchlage des Johannes de Valladolid von einer förmlichen Wuth be-sessen waren, über Glaubenspunkte zu disputiren. Schwachköpfe hinüber-zuziehen und die Juden und ihre Literatur bei den Machthabern an-zuschwärzen, veröffentlichte er (1380) ein umfassendes Werk (kübsnLoollan), um alle Scheinbeweise aus Bibel und Talmud, welche vonden christlichen Streithähnen geltend gemacht wurden, in ihr Nichtsaufzulösen"). Es ist ein Gespräch zwischen einem Einheits- undeinem Dreieinigkeitsgläubigen, dem der Inhalt der polemischen Schriftdes Jakob b. Röuben (angeblich von David Kimchi, Vllz. S. 487)zu Grunde liegt. Um die Juden in den Stand zu setzen, sich Waffenaus dem christlichen Arsenal zu holen, übertrug Schem-Tob Schaprutdie vier Evangelien auszugsweise in die hebräische Sprache, woraner spitzige Bemerkungen knüpfte. Später fiel ihm die judenfeindlicheSchrift des Apostaten Abner-Alfonso in die Hand, und er widerlegtesie Schritt vor Schritt H.
Von allzugroßer Wirkung erwiesen sich die polemischen Schriftenin der Zeit der Prüfung nicht, wenigstens leisteten sie nicht das, was
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