Matthatia Prooenci.
9
Troyes (Treves) führte und Jünger des angesehenen Rabbiners NissimBen-Röuben Gerundi von Barzelona (VII, 395), gründete er von neuemein Lehrhaus in Paris, sammelte Jünger um sich, erklärte ihnen denTalmud, weihte sie ins rabbinische Amt ein und ließ Talmudexem-plare copiren^). Er wurde in Folge seines Eifers und seiner ver-hältnißmäßig bedeutenden Gelehrsamkeit von sämmtlichen neubegrün-dcten französischen Gemeinden zum Oberrabbiner und zum Oberrichterfür die bürgerlichen und peinlichen Processe gewählt und vom Königebestätigt. Seine Schule hat erst die Gemeinden mit Rabbinen ver-sehen. Aber seine Jünger haben ebenso wenig, wie er selbst dierabbinische Literatur mit irgend einem Erzeugniß bereichert. Selbstdie literarisch so fruchtbare jüdische Provence war geistesarm ge-worden. Nur ein einziger Name klingt aus jener Zeit herüber:
Matthatia's Sohn, Jochanan, berichtet über seinen Vater an Isaak Bcn-Schcschct (in des Letztem Ikespp. Xo. 270) : - 2 x 2 x:x 2-2 ri>- 22 > -bin 22-X2 2 - 2 - 2122-222 2 - 222 X 2 plS ^22 2-2 xb IX P2X2 1X1221 .^2221 P2X ,22222 ( 2-222 ")
. . . 2'2'2b,2 ->2X1 2-222 12-222 P2.2I 2P21 PX -2X2 X2XI . 2P2, 22222 P2 22222 22-2-2>2-ri2 2-122 21122- l-le'l-l 1XX-, 2221 2'2' .2! l-l-'l 1'2 22-X 222 -,,-2 221,2 P-222I
22 - 2 ». Isaak b. Schcschct reserirt über ihn (das. Xo. 271): i -121 nx '2 222222'22 2 2 ^2 2-222 -2222 . . . 22'12b 222- . . . 21222 222- 212^22 22^- -22,12 '2112
,2I2"2-' 22- P2,21 .... X-22 P2X2 222^1 21222 1222 P22 2',222 '21 . . . PNI- '2 w !)2I-2-212-2 ^2 1-2 121X 1222X21 1^22 -1-P2 ^2 XX2 ^2222 212121 . . . 2-222 2'12 p'2221221121 22-b 22-l->- I21^2P X-22 21222 2,22p i-21 . . . 2212 222 2-2 ,12X 2222-2 P2X2
22 - 2 S 122 222 212-21 22 - 2 '- P'X 122 - 1^22 22 . . . 1 « 2 I 2 '. - Es ist gewiß derselbe
Rabbiner Matthatia, der in einer Ordonnanz Karl's V. vorkommt, daß er unddie Seinigcn von den Judenzcichcn befreit sein sollten (Orcioimansss a. a. O.V. p. 498): sxesptex taut seulemsut (äs porter l'sussigus): Nausslsr äsVexou, so. -komme, st sss sukonts, st llotionnss son gsuärs, maistrsltlg.tlrotia.8 st so msre st ^.bradam sou tils. — Johannes, Mancssicr'sSchwiegersohn, ist identisch mit Matthatia's Sohn desselben Namens. — Matthatia'sName kommt auch in einem Talmudcodex (der Münchner Bibliothek) vor, derfür ihn copirt wurde: 222 2212 2 - 2,22 11-22 222 12222 b -2222 ... 22 2222 - -ix
-15-2-2 22 x 2 21 S 2 -I 2 X 2 2 : 2 - lbn 2 122-2 2"'2 - 22'21 2-222 22 - 2-2 i >2 .pol- ' 2 . Vgl. übcrdicse Datumsangabe und ihre Bedeutung S. Rabbinowitsch OiLäulesLopüsrim Lsroeliot Einl. p. 28 fg. Daß er als Obcrrabbiner in Paris wohnte,ist selbstverständlich, wird aber auch bezeugt. Denn das kssp. des Isaakben Schcschct zu Gunsten seines Sohnes ist (in einer Handschrift) nach Parisadressirt: 2-2222 222 - 212^-22 2-22 (Katalog der Leydener hebr. Bibliothekx. 224). Isaak ben Scheschet bezeichnet Matthatias als Provenealen: w pm-- 2 - 1-2122 2-222 (zu Xo. 271 Ende). Vgl. über Matthatia, seine Abstammungund seine Nachkommen die gelehrte Monographie von N. Brüll in seinenJahrbüchern zur jüd. Gesch. und Literatur I. 87 fg. Daselbst ist auch über-zeugend nachgcwicsen, daß die Familiennamen Treves, Trives von demOrtnamen Trohes abgeleitet sind und zwar von der Schreibung 2 - 1-22 imHebräischen. Der Name wurde auch verdorben ausgesprochen Dreifuß undT r c f 0 u s s c.