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Auf welche Weise infizirt sich der Mensch mit Parasiten?
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frei; derselbe siedelt sich nun direkt im Darm an oder er wandertnach anderen Organen hin, in denen er seine Wohnstätte findet.

So scheint es sich bei dem schon den Alten bekanntenMedinawurm zu verhalten, der bei Bewohnern der Tropender alten Welt in Hantgeschwüren, besonders an den Beinenlebt und seinen Trägern recht große Beschwerden verursacht;es ist ein fadendünner, bis 80 Centimeter lang werdender Wurm,der übrigens bisher nur in der Weibchenform bekannt ist. Er-setzt zahllose Junge von ganz abweichender Gestalt ab, dieschließlich ins Wasser gelangen und sich, wie die Untersuchungendes bekannten Reisenden Fedschenko ergeben, in den Leibkleiner Krebschen des süßen Wassers, der Cyklopiden, einbohren.Hier häuten sie sich, wachsen auch, aber verändern sich nichtweiter; man darf daher annehmen, daß die Ansteckung durchden zufälligen Genuß solcher infizirter Cyklopiden mit Wasserstattfindet. Auch für einen anderen Plagegeist der Tropenbe-wohner liegen die Verhältnisse vielleicht ähnlich, für die büluriuLankrotti. Dieser ebenfalls dünne, aber nur bis 10 Centimeterlang werdende Wurm lebt in Lymphdrüsengeschwülsten beimMenschen und setzt seine Brut hier in großer Zahl ab. Mitdem Lymphstrom gelangen die außerordentlich dünnen Jugend-formen in das Blut und können sich in ganz enormer Zahlzu vielen Millionen hier anhäufen. Man kannte diese Jugendzustände als Blutfilarien schon lange, besonders durch Be-obachtungen englischer Aerzte in Indien, und erfuhr auch,daß dieselben auffallenderweise einen ganz eigenthümlichenCyklus in der Erscheinungsweise darbieten: sie treten nämlichin dem Blute, das man durch einen einfachen Nadelstich derHaut eines Kranken entnimmt, erst nach Sonnenuntergang auf;bis Mitternacht steigert sich die Zahl der Blutfilarien in solchenBlutproben ganz beträchtlich, bis sie von da ab zum Morgen

hin allmählich abnehmen und am Tage nicht aufzufinden sind.( 22 -