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Wichtiger sind wieder die Faden- und Spulwürmer,welche in verschiedenen Arten und Gattungen beim MenschenVorkommen und nicht nur dessen Darm, sondern auch andereOrgane bewohnen. Bei dieser Thierklasse, von der ein Ver-treter, der gewöhnliche Spulwurm, Jedermann bekannt seindürfte, stößt die Untersuchung über die Entwickelung auf besondereSchwierigkeiten; es giebt nämlich eine große Zahl freilebenderFadenwürmer von gewöhnlich mikroskopischer Kleinheit, denendie Jugendformen der schmarotzenden Arten oft bis aufs Haargleichen, mit denen sie daher leicht verwechselt werden können,was selbstredend nur zu Jrrthümern Veranlassung giebt. Auchverhalten sich die einzelnen Arten in ihrer Entwickelung rechtverschieden, so daß durchgehende und allgemein gültige Zügeund Regeln, wie wir sie für die Band- und Saugwürmer kennenlernten, hier höchstens nur innerhalb der Familie oder Gattungund auch da nicht immer durchweg gelten. Es ist daher be-greiflich, daß wir über den Entwickelungsgang vieler Formenkaum mehr als einigermaßen begründete Vermuthungen haben,mährend es andererseits der Forschung gelungen ist, oft rechtverwickelte und abweichende Verhältnisse aufzudecken.
Auch unter den Fadenwürmern kommen solche vor, zuderen Entwickelung zwei Thierarten, ein Zwischen- und ein End-wirth, uöthig sind; letzterer beherbergt die reife Form, derenEier oder Junge dann nach außen gelangen und dort von demZwischenwirth ausgenommen werden. In dem Organismusdieses findet eine mehr oder weniger weit gehende Metamorphosemit dem eingedrungenen jungen Fadenwurm und eine Einkap-selung desselben statt. In diesem Zustande verharrt dann der-selbe, bis sein Träger zufällig oder absichtlich von dem auchhier für die einzelnen Arten meist ganz bestimmten Endwirtheverzehrt wird. Die Gewebe des Zwischenwirthes werden imMagen des Wirthes verdaut und dadurch der kleine Fadenwurm
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