die Fülle der Musik, flößte ihr heftiges Vckian-gen aber auch Furcht ein, es zu lesen. Als siewieder Muth gefaßt hatte, sah sie sich um, undals sie bemerkte, daß Aller Aufmerksamkeit aufdas Feuerwerk gerichtet war, und ihr Vater na-mentlich, auf seinen Stock sich stützend, das Schau-spiel mit der ungetheiltcn Freude eines Kindes zugenießen schien, schlüpfte sie leise weg, trat un-bemerkt in einen der Gänge und las beim Lichteiner einsamen Lampe die an dessen Eingang brann«te, folgende Zeilen die mit Bleistift und hastigerHand auf ein, wie cs schien, aus einer Briefta-sche gcrißncs Blatt geschrieben waren.
„Ich flehe, ich beschwöre Sie, Miß Bran-den, mich, wenn auch nur für einen Augenblickzu sehen. Ich habe im Sinn, mich von dem Ort,Ivo Sie sich aufhalten, loszurcisscn — Ins Aus-land zu gehen — die Stätte zu verlassen, diedurch die Berührung Ihres Fußes geheiligt ist.Von dieser Nacht an wird meine Gegenwart, mei-ne Kühnheit Sie nicht mehr herabwürdigc». Aberin dieser Nacht, um der himmlischen Barmherzig-keit willen, sehen Eie mich, oder ich werde wahn-sinnig. Ich will nur einen Augenblick mit Ihnensprechen, das ist Alles was ich verlange. WollenSic mir diese Bitte gewähren, so wird der Ganglinks von da, wo Sie stehen, an dessen Eingangeine rothe Lampe brennt, ein passender Ort seynfür Ihre That der Barmherzigkeit. Wenige