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so bald und mit solcher Inbrunst lieben lernte.Hatte ich um Eine geworben, die ich weniger lieb-te — ich hätte mir kein Gewissen daraus gemacht,sie trüglich zur Ehe zu bewegen. Wie es jetztsteht — nun — jetzt ist es überflüssig bei mir, someinen Entschluß zu bedenken da ich nicht einmalwehr eine Wahl zu treffen habe; da ihr Vatervielleicht schon den Schleier von meiner angemaß-ten Würde weggchobcn hat, und die Tochter schonbei meinem Nasen schaudernd zurückbebt. Unddoch will ich sic sehen! Ich will noch Einmal indieß Engels-Antlitz schauen; ich will von ihrem eig-nen Munde das Geständniß ihrer Verachtung hö-ren, ich will sehen wie dieß leuchtende Auge Bli-tze des Hasses auf mich schießt, und dann kannich wieder meinem heillosen Gewerbe mich erge-ben und vergessen, daß ich je bereute es ange»saugen zu haben. Und doch, was hatte ick sonstfür eine Wahl! Freundlos, Heimathlos, Namen-los — eine Waise, schlimmer als eine Waise —der Sohn einer Hure — mein Vater völlig unbe-kannt; zu meinem Unglück begabt mit frühem Ehr-geltz und Thatigkcitstricb, mit einem halben Schim-mer von Gelehrsamkeit und einem ausgemachtenHang zu Allem, was unternehmend aussah — wasWunder, daß ich Alles eher erwählte, als saureArbeit Tag für Tag und ewige Schande? Alleszeigt mir: die Schuld liegt am Glück und an derWelt, nicht an mir. O Lucie! wäre ich nur in