65
Hausfreund der Wirthin zum Krug machen. Fürserste mußt Du wissen, daß unsre Geschichte in einenfrüher» Zeitabschnitt fallt, in eine Zeit, wo die altenScherze über die Umstände von Autoren und Criti-kern noch auf wirkliche Thatsachen sich gründeten;zweitens mußt Du wissen, daß zufolge einer eigen-thümlichen Verkettung der Umstände weder der Bai-liff noch des Bailiffs Leute sich je in den vier Wän-den von Mrs. Grete Lobkins Hans sehen ließen;drittens, der Krug war der Wohnung des Kritikersnäher als irgendein anderes Wirthshaus; viertens,es lieferte vortrefflichen Porter; und fünftens —o Leser, Du thust der Frau Grete Lobkins entsetzli-ches Unrecht, wenn Du meinst, ihre Thüre habe sichnur für die Dienstmannen Merkurs geöffnet, diean der krankhaften Neugierde leiden, die Geheim-nisse in ibrcs Nachbars Taschen zu erforschen; auchandre Besuche von gutem Leumund sprachen nichtselten bei der gastlichen Matrone ein, obgleich maugestehen muß, daß sie gewöhnlich lieber ein abgeson-dertes als das allgemeine Gesellschaftszimmer einnah-yicn; und sechstens, bester Leser, (wir bedauern, soweitläufig scyn zu müssen,) wir wollten Dir so ebeneinen Wink darüber geben, daß Herr Mac Grawlerzu jenen Weisen von umfassendem Geiste gehörte,die, wenn sie sich zu moralischen Betrachtungen aufden höchsten Standpunkt versezen, ihre Seclcukräftenickt durch eine entwürdigende Achtsamkeit anselende Kleinigkeiten zerstreuen mögen. So daß,Bulwer'8 Romane XXIV. 5