Erstes Kapitel.
Spreckit Ihr, die mir ein Wahn von Schmerz betyört,Ihr, deren Ruh verstimmt ein Nerv schon stört,
Ihr deren Wink, wenn schlaff Ihr drillt den Pfühl,Belauscht der Sklaven schüchternes Gewühl,
Die Ihr den müden Arzt um Namen quältFür Leiden, weichen Nam' und Daseyn fehlt.
Mit Scheingeduld euch in ein Leiden gebt.
Das achter Schmerz , und dieser Arzt nur, hebt:Wie trüget Ihr die wahre LeidenspeinBersäumt, versöhnt im bittern Tod allein?
Wo jede Bangigkeit die Brust beengt
Und jeder Jammer um den Larg sich drängt?
C r a b b e.
Es war eine dunkle stürmische Nacht, derRegenfiel in Strömen und liest nur dann von Zeit zuZeit nach, wenn er von einem heftigen Windstostunterbrochen wurde, der durch die Strasten heulte<unser Schauplay ist nehmlich London,) in den Gie-beln sauste und übermütbig mit den kümmerlichenFlämmchen der Lampen sphelte , welche gegen dieFinsterniß ankämpften. Durch eines der unbekann-teste Viertel London's und durch Gästchen, welchevon den Herren bei der Polizei nicht sonderlich ge-liebt werden, verfolgte ein Mann, augenscheinlichden niedrigsten Ständen angehörig, setneu einsamenWeg. Zwei oder dreimal blieb er stehen an Läden