gen mich gebraucht, das so eben über Eure Lippen ge-kommen ist!"
„Ich bitte Euch um Verzeihung," sagte Katharinebitter. „Meine Glaubensartikel in Betreff der Ehre derMänner sind veraltet oder ketzerisch. Ich hatte es alsentehrend angesehen für eine edle Natur, die Beschimpfungeines edeln Feindes während seiner Abwesenheit zu unter-stützen. Ich hätte es für entehrend angesehen für einentapfer» Soldaten, einen Gentleman von guter Geburt,(jetzt durch seine Tapferkeit, Verdienst und Weisheit einmächtiger und gefürchteter Lord geworden) herabzusinkenzu dem Lakaienthum und der Büberei, welche Lüge undKriecherei in diesen Mauern gegründet, und unter demNamen Höflingskunst getauft haben. Höher hätte Ka-tharine de Bonvikle Lord Hastings geschätzt, wenn ereher eines Königs Ungnade gewagt, als sein besseresSelbst erniedrigt hätte unter die schmählichen Entwürfeeines Wvodville!"
„Lady, Ihr seyd grausam und ungerecht, wie Euerganzes hochfahrendes Geschlecht. Und eitle Mühe wärees, derjenigen zu antworten, die unter allen Menschenam ehesten mich richtiger hätte beurthetlen sollen. Uebri-genS, wenn diese Mummerei Lord Warwick demüthigt,ey nun! so lebt Nichts in meinem Gedächtnis!, was meineAntheilnahme daran meinem Gewissen vergälten müßte,auch bin ich den Neviles nicht so großen Dank schuldig,daß ich, ehe ich den Giebel ihres Stolzes streifte, lieberdas Gerüst Umstürzen sollte, auf welchem mein furchtloser