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ihrer blaffen Klarheit. Aber obwohl soweit dem Zarte-sten von den Brüdern ähnlich, theilte doch die schöneSchwester mit Warwick den Ausdruck, der, wenn auchhochmüthig, doch ausgezeichnet offen und freimüthig warin seiner gebieterischen Majestät; fie hatte denselben leuch-tenden , sich gleich bleibenden Glanz des Auges, dasselberasche Zucken der Lippe, eine reizbare Empfindlichkeit undeine ungestüme GemüthSart andeuteud. Die häßlicheMode jener Tage, welche alle Stände, vom höchste» biszum niedersten, dnrchdrang, gefiel sich im verschwende-rischen Gebrauche von Schminken und kosmetischen Mit-teln und allen erfinnlichen künstlichen Erhöhungen einerfalschen Schönheit. Dieß erstreckte sich sogar oft auf dieMänner, und der mannhafteste Krieger hielt es für keineSchande, zu Toilettenkünsten seine Zuflucht zu nehmen,welche der eitelste Geck in unfern Tagen nimmermehr zugestehen wagen würde. Aber die Lady Bonville, i»stolzein Vertrauen auf ihre Schönheit, und von einerReinheit der Gesinnung, welche sich empört abwandte vonder Kleinlichkeit höfischer Bewunderung, bildete hierineinen lebhaften Contrast gegen die Damen des Hofes.Ihre Wange war'marmorweiß, obgleich gelegentlich einein der klaren, weichen, durchsichtigen Haut aufblühendeNöthe zeigte, daß in früherer Jugend die jungfräulicheBlüthe nicht darauf gefehlt haben mochte. In ihrenZügen, wenn sie ruhte», lag etwas von einem leidendenAusdruck — von einem Kampfe, der vielleicht vorüber war,aber doch noch in der Erinnerung hastete. Wenn sie aberBulwcr'S Romane. LIV. 7