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ihr stolzes Antlitz und ihre vornehme Haltung bewiese»,daß sie keine so bescheidne Meinung von sich hatte, alsihre Worte glauben machen wollten.
„Meine Lady vonBonville," sagte der junge Herzog,seine Hand auf ihren Arm legend; „Fröhlichkeit wohntnicht in meinen Gedanken in dieser Stunde!"
„Ich glaube das Eurer Hoheit; denn der Lord Ri-chard Plantagenet ist Keiner von den WoodvilleS. Anihnen ist heute die Fröhlichkeit!"
„Laßt die Fröhlichkeit Jedem, Wer sie haben will —es ist der Hauch eines Augenblicks. Freude kann nichtden Ruhm verdunkeln — den Spiegel, in welchem dieGötter sich darstellen!"
„Ich verstehe Euch, mein Lord," sagte die stolzeLady; und ihr Antlitz, zuvor streng und hochmüthig, er-heiterte sich, in lieblichem Wechsel, zu einem so sanftenund gewinnenden Lächeln, daß Gloucester sich nicht mehrverwunderte, wie dieß Lächeln einen so großen Einflußhabe ausüben können auf das Schicksal und das Herzseines Lieblings Hastings. Die Schönheit dieser edelnFrau war in der That ebenso ausgezeichnet dem Grade,als eigenthümlich ihrem Charakter nach. Sie hatte inihrer Gcsichtsbildung mehr Aehnlichkeit mit dem Erzbi-schof, als mit Einem ihrer beiden andern Brüder; dennder Prälat hatte die geraden, glatten Linien der Griechen— nicht, wie Montag» und Warwick, die herrischeren,männlicheren, adlerartigen Züge des NormannischenSchlages — und seine Gesichtsfarbe war weiblich in