Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
Seite
79
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keit gegen die blöde Herde, welche dem Kirchenhirten nurals Walle nnd Fleisch Werth hatte. Aber im Ganzen,wenn auch etwas pedantisch, hatte er doch in seinem Be-nehmen eine Leulseligkcit, eine Feinheit und eine Glätte,welche wohl'zu seiner hohen Stellung paßten und seinemRuthe eine nicht geringe Ucberzeugungökraft verliehen.Zn allem Aenßern war er so wenig priesterlich, als diehochgebornen Prälaten jener Zeit in der Regel cS waren.In seinem Anzug wetteiferte er mit der Geckenhaftigkeitder Brüder Plantagenet. Auf der Jagd war er hitziger,als Warwick in seiner früher« Jugend gewesen war; nndein trockner, sarkastischer Humor, der sich manchmal zumWitz steigerte, belebte sein scharfsinniges Gespräch.

Montag» war der Meinung, der Erzbischof und ersollten eine feierliche Audienz bei Edward verlangen, unddem König ernste Vorstellungen machen, wie ungeeignetes sey, den Bruder eines Nebenbuhlers zu empfangen,während Warwick die Heirath Margarethens mit einemPrinzen von Frankreich unterhandelte.

Nein," sagte der Erzbischof mit einem feinen Lä-cheln, welches Montag» äußerst reizte nnd erbitterte,gewiß, sogar ein Baron, ein Ritter, ein Freisaßc, einarmer Priester wie ich würde sich empören gegen denMann, der seiner Gastfreundschaft Gesetze vorschreibenwollte. Ist ein König weniger reizbar als ein Baron,Ritter, Freisaßc oder Priester? oder vielmehr, da erso zu sage», per legem, Herr von Allem ist, hat er nichtReizbarkeit genug für alle Vier? Ja, sträube nnd er-