Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
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George Ncvile war von emem italiänischen Geistlichen inall der feinen Diplomatie der Kirche unterwiesen worden!und sein Ehrgeiz, die Welt der Laien verschmähend, (ob-gleich er sich dazu verstand, das Amt eines Kanzlers zuübernehmen,) drängte sich ausschließlich zusammen in jenerHerrschaft über die weltlichen Herrscher, welche das LebenS-elemcnt und dieSeele der erh abenen Regenten des kirchlichenRoms war. Obgleich, wie wir schon gesagt, noch in demAlter stehend, wo gewöhnlich noch die Neigungen und Ge-fühle lebhaft sind, "sliebte George Ncvile kein menschlichesWesen nicht einmal seine Brüder nicht einmal KönigEdward, der, bei allen seinen Lastern in so ausgezeichnetemMaße daSGeheimniß besaß, derMcnschcnHerz zu gewinnen.Seine frühe, gänzliche Hingenommcnheit von dem großenreligiösen Gemeinwesen, das sich scharf von den Laienabgesondert hielt, um sie zu beherrschen, entfremdete ihnseinem Geschlecht; und seine überlegene Bildung dientenur dazu, ihn mit einer kaltblütigen, eisigen Verachtungalles dessen zu erfüllen, was das Bvrurtheil, wie er esnannte, theuer und Werth hielt. Er verachtete des Rit-ters eigensinnige Ehre des Bürgers schlaue Ehrlich-keit. Für ihn gab cs Nichts dergleichen wie Grundsätze;und das Gewissen selbst lag so gut wie todt in de» Falteneiner eingebildeten Enthebung von aller Verantwortlich-

* Er wurde zum Bischof von Ercter geweiht im Alter vonzwanzig Jahre»; mit sechs und zwanzig wurde er Erzbischofvon Ivrk, und war zu der Zeit, von welcher hier die Redeist, noch nicht dreißig Jahre alt.