ihn Lord Warwick nicht eine» neuen Mann genannt.Junker Hastings ward, wie der Sohn eines Hörigen, oorden Grafen auf die Erhöhung in seinem Saal geschleppt,und glaubt mir, er ward tüchtig ausgescholten, denn seinkühnes Blut kam in Wallung, und er forderte, als eingeborner Gentleman, den Grafen zum Zweikampf heraus.Da wollten die Leute des Grafen über ihn herfallen: undin jenen Zeiten, unter König Heinrich, mußte, wer einemBaron in seiner Halle Trotz bot, eine Truppe hinter sichhaben, oder er hatte alle Aussicht einen Strick um denHals zu bekommenaber der Graf (denn der Löwe istnicht so wild, als man ihn malt) kam von seiner Erhö-hung herunter und sagte: 'Freund, mir gefällt Dein kühnerGeist, und ich selbst will Dich zum Ritter schlagen, damitich Deinen Handschuh aufheben und mit Dir fechten kann.'"
„Und sie fochten? Wackrer Hastings!"
„Nein. Ob der Herzog von Vork es verbot, oderob Lady Katharine Nichts von einem solchen Kampf zwi-schen Geliebtem und Bruder hören wollte, weiß ich nicht:genug, Herzog Richard schickte Hastings nach Irland, undeinen Monat nachher heirathete Ladh Katharine LordBonvillc's Sohn und Erben — so sagen wenigstens dieSchwatzmänler und singen die Balladcnmacher. DieLeute fügen hinzu, Lord Hastings liebe die Dame noch,obwohl er sich freilich wohl anders zu trösten weiß."
„Er liebe sie! Nein, nein — ich glaube es nicht,"versetzte Sybille mit leiser Stimme und mit einem Zuckenihrer feuchten Lippe.