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Lord Rivers zu ihnen. „Ihr werdet mir'S danken, daßich diese Deputation angerathen, werthe Sirs," sagte er,bedeutungsvoll lächelnd — „Ihr habt die Zeit gut ge-troffen!" und ohne eine weitere Erklärung an ihnen vor-beieilend schlug er den Weg nach dem Gemach der Köni-gin ein.
Elisabeth spielte mit ihrer kleinen Tochter, hob dasKind hoch in die Lust empor, und lachte über sein lautes,fröhliches Gelächter. Die herbe alte Herzogin von Bed-ford, über die Nücklehne des Staatsseffels sich beugend,sah zu mit allem Stolz einer Großmutter und summtehalb ein Ammenliedchen. Es war ein lieblicher Anblick.Elisabeth schien nie liebenswürdiger; ihr verkünsteltes,heuchlerisches Lächeln ging in herzliche, mütterliche Freudeüber; ihre glatte Wange glühte durch die körperliche An-strengung, eine verirrte Locke entfloh der steifen Frisur!
— Und ach! im Augenblick wo die zwei Damen LordNiverS ansichtig wurden, löste sich der ganze Zauber auf
— das Kind ward hastig auf den Boden niedergesetzt —die Königin, halb sich schämend sich natürlich zu zeigen,sogar vor ihrem Vater, strich die widerspenstige Locke zu-rück, und die Herzogin, ihr Ammenliedchcn in der Mitteabbrechend, rief aus: „Nun, was ist's, wie geht es mitunsrer Politik?"
„Der König," antwortete Rivers, „ist in der Stim-mung, wie wir sie nur immer wünschen können. Bei denWorten: 'Er darf nicht!' erwachte der Plantagenet inseiner Brust, und jetzt, damit er nicht den übrigen Brief