Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
Seite
26
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Dieser König, so träg und genußsüchtig im Palast, warim buchstäblichen Sinne der thätigite Kaufmann auf demMarkte. Er trieb einen großen Handel mit eigenenSchiffen, befrachtet mit seinen eigenen Gütern: und ob-gleich dieß, nach gesunden Begriffen moderner StaatS-ökonomen, durchaus keine Unterstützung für den Handelwar, sofern kein Privatmann mit dem königlichen Han-delsmann wetteifern konnte, der zollfrei aus- und ein-sührte, so trug doch gewiß schon die bloße Genossenschaft,die Gemeinsamkeit von Gefahr und Gewinn, und die na-türliche, für beide Thetle wichtige Gegenstände betreffendeUnterhaltung, wozu es zwischen dem leutseligen Monar-chen und dem geringsten GewerbSmann Veranlassunggab, dazu bei, seine Popularität zu vermehren und siemit der Achtung für seinen praktischen Verstand zu ver-binden. Edward IV. war in all diesem der Mann sei-ner Zeit im ausgezeichnetsten Sinne nicht einen Zollihr voraus, noch hinter ihr zurück! Und außer dieser glück-lichen Stellung war er auch noch ein Liebling der Natur,so reich auSgestattet und begabt mit Vorzügen der äußernErscheinung, der Persönlichkeit und des Geistes, daß nurvermöge der Entfernung, welche uns, die Nachwelt, vonihm trennt, wir verwundert die Frage aufwersen: warumdie Menschen seiner eigenen Zeit den falschen, den sitten-losen, den grausamen König bewunderten, wo diese Zeit-genossen, übermäßig geblendet, nur den heldenmüthigen,fröhlichen, jugendlichen und schönen Fürsten sahen, derleutselig gegen Freunde, den Feinden schrecklich war!