Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
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Kein HauS hatte in diesem Punkt eine liberalere, ein-sichtsvollere Handlungsweise, eine größere Freiheit vonfeudalen Vorurtheilen an den Tag gelegt, als das HausPlantagenet. Sogar Edward II. hielt fest an dem Han-del mit Genua, und der Verkehr mit den fürstlichen Kauf-herren dieser Republik trug ohne Zweifel dazu bei, daSGeschäft des Handels in Verbindung zu bringen mit demBegriff von Rang und Macht. Edward III. heißt nochder Vater des englischen Handels; aber Edward IV. gab,zu seinem eigenen Vorthekl, den Grundsätzen seiner Vor-fahren eine viel ausgedehntere praktische Anwendung.

Hinsicht ein dem volksmäßigen Prinzip förderliches Ereig-niß ; und es folgte daraus noch ein dritter Vortheil für dieVolkssache nämlich das entschiedene Bestreben Edwardsund Richards IN., den gefährlichen Einfluß der alten Feu-dalariftokratie zu vernichten. In dieser Absicht arbeiteteEdward an der Schöpfung eines Hofadels; und Richaxd,mit der ihm eigenen trotzigeren Entschlossenheit, legte aufeinmal die Art an die Wurzel der feudalen Gewalt, indemer den Evelleuten verbot, Abzeichen und Livreen zu geben,**mit andern Worten, Heere unter dem Namen von Dienst-gcsinde sich zu halten. Mit Einem Wort, Heinrich VH.war nicht der erste Schöpfer der Politik, für welche er ge-wöhnlich allein das Lob gespendet erhalt; er verfolgte nurstetig den Grundsatz, die Mittelklasse zu heben und die Ba-rone zu dcmüthigen, welchen das Haus Uvrk zuerst schonangenommen und ausgeübt hatte.

** Diefi war zwar auch schon durch ein Edikt Edwards IV.,sowie von seinen Vorgängern seit der Regierung Ri-chards I!. an verboten, aber kein König vor Richarddem Dritten- scheint den Muth gehabt zu baben, dasVerbot auch wirklich zu handhaben und durchzusetzen.