Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
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begriffen, beschränkte er seine Anschläge und Gegenanschlägedarauf, einen Ehemann zu hintergehen oder ein Weib zubetrügen, und ohne Zweifel war er hierin ebenso gewandtals glücklich. Aber ein Laster, immer verderblicher nochals die Liebe zu den Weibern, begann auch sich seiner zubemächtigen die Unmäßigkeit tn den Tafelfreuden.Der ekle und seine EpikuräiSmuS der frühem Normannen,begierig nach Leckereien, aber daS Uebermaß verabscheuend,mit Staunen und Verachtung sich abwendend von denschweren Gerichten und den gewaltigen Trünken der altenSachsen, war schon längst nicht mehr ei» charakteristischesMerkmal der Abkömmlinge des edelsten aller edeln Stämme.Warwick, dessen stattliche Mannhaftigkeit mit Ekel sichvon Allem abwandte, was nach weibischem Wesen oderAusschweifung schmeckte, pflegte zu sagen: er wolle lieberfünfzig Schlachten für Edward schlagen, als einmal mitihm essen! Festmahle wurden stundenweise verlängertund die Bankette dieses mittelalterlichen Königs glichenbeinahe denen der späteren römischen Kaiser. Der LordMontag» theilte die Enthaltsamkeit seines Bruders War-wick nicht. Er war, nächst Hastings, des Königs auser-lesener, begünstigter Genosse. Er beinahe so Viel wieder König und trank nicht viel Weniger. Von wenigenHofleuten ließ sich das Gleiche sagen, lieber die unsinni-gen Ausschweifungen und das wüste Leben des Hofes warjedoch ein Schleier geworfen, welcher junge, hochsinnigeGemüther blendete. Edward war durch und durch Cava-lier, tief durchdrungen und getränkt von der Romantik