Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
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in welche er sich geworfen sah, und der, während er dochWarwick wirklich liebte, oft über die Späße über ihnlächeltenur allerdings nicht, wenn sie ans dem Mundeder Königin oder ihrer Familie kamen, gegen welche erseine Eifersucht und seinen Haß nur schlecht verhehlte.

Der ganze Hofwar beseelt und geschwängert von einemGeist der Jntrike, welchen die berechnende, ränkevolleSchlauheit der Königin, die verschmitzte Politik Jac-quetta's und die Erbitterung der verschiedenen Faktionenzu einem unter frühem Regierungen unerhörten Gradegenährt und gesteigert hatten. Es war ein Ort, wo derWitz junger Männer schnell alt wurde; unter Listen undAnschlägen, ehrgeizigen Entwürfen und heimlicher Neben-buhlerschaft und tückischem Rangablanfen reifte der KnabeRichard von Gloucester zu der fühllosen Gewissenlosigkeitseiner Mannesjahre; das ist die unvermeidliche Fruchtdesjenigen Stadiums der Civiluation, wo eine kriegeri-sche Aristokratie zuerst anfängt in einen wollüstigen Hofsich zu verwandeln.

Durch dieß bewegte, schwankende Gewebe des Ehr-geizes und der Ränke bewegte sich der königliche Edwardmit sorglosem, anmuthigem Leichtsinn, er selbst unbe-fangen und harmlos, weil sein Zweck erreicht war, undder Genuß jetzt den Ehrgeiz verdrängt hatte. Sein trä-ges genußsüchtiges Temperament half seinen kräftigenGeist ertödten, oder vielmehr sein Geist verlor sich jetzt indem Strom der Sinnlichkeit, durch welchen er hindurch-floß. Immer auf der Jagd nach einem neuen Gesicht